Maverick Viñales: Mehr als nur eine neue Startnummer

Von Manuel Pecino
MotoGP
Maverick Viñales

Maverick Viñales

Maverick Viñales’ Wechsel von der Startnummer 25 zur 12 ist nur Teil eines grösseren Wandels, den der Spanier im vergangenen Winter durchgemacht hat. Nun ist er bereit für den Angriff auf den WM-Titel 2020.

Als Maverick Viñales zum Ende der vergangenen Saison erklärte, dass er ab 2019 von der Nummer 25 zur Nummer 12 wechseln wird, begründete er diesen Wechsel nicht nur mit der Tatsache, dass er mit der Nummer 12 in seine WM-Karriere gestartet ist. «Ich fuhr auch früher damit, zwischen meinem fünften und elften Lebensjahr. Und ich wollte schon vorher wechseln, aber in der Moto2 musste ich mit der Startnummer 40 antreten und in der MotoGP war schon Tom Lüthi mit der 12 unterwegs.»

«Ich habe mit der Nummer 12 meine grössten Rivalen geschlagen, ich habe meine Karriere damit begonnen und werde sie auch damit beenden», erklärte der Spanier, dessen Worte als klare Message an Weltmeister Marc Márquez gewertet werden, gegen den er im Kindesalter in der Copa Conti schon angetreten ist.

Die scheinbar harmlose Änderung der Startnummer war Teil einer Totalerneuerung seines Ansatzes, zu der auch eine Umstrukturierung seines Teams in der Box gehörte. Renommierte Urgesteine mit umfangreichem Erfahrungsschatz, wie etwa Ramón Forcada, wurden durch weniger bekannte Leute ersetzt, die allerdings das Vertrauen des Yamaha-Stars geniessen.

So wurde Esteban García der neue Crew-Chief– ein Techniker, mit dem Maverick bereits die Moto3-WM gewinnen konnte. Auch der frühere 125ccm-Weltmeister Julián Simón und andere Mechaniker kamen an Bord. Die Auswahl wurde damals noch mit Argwohn beäugt, doch mittlerweile hat sich das Team bewährt, denn wie Viñales selbst betont hat, war es sehr wichtig für seine Wandlung in diesem Jahr, dass er «seine» Leute um sich hatte. Und wir sprechen da nicht über die Rennfahrerei.

Vielmehr ist der distanzierte und scheinbar kalte Maverick einer sehr viel einfühlsameren, offeneren und entspannteren Version des 24-Jährigen gewichen. Die neue Gelassenheit durchdringt alle Bereiche. Die Tage, in denen er in ständigem Kampf mit den Michelins, der Yamaha und Crew Chief Forcada war, sind Geschichte.

Der Viñales von 2019 arbeitet mit und nicht – wie es früher schien – gegen Yamaha. Die Atmosphäre in der Box vermittelt nun, dass es ein Team gibt, eine Gruppe mit Zusammenhalt, die in den letzten Monaten auch Viñales Senior aufgenommen hat. Diese verbesserte Beziehung zu seinem Vater hat zusammen mit der Entscheidung, den Winter in entspannter Umgebung in Katar zu verbringen und der Hilfe der Sportpsychologen der Aspire Academy von Doha den neuen Maverick geformt.

Da nun alles bereit ist, fühlt sich auch der Spanier bereit für den Angriff auf den MotoGP-Titel im nächsten Jahr. Und für einen Fahrer, dem die Empfindungen wichtig sind, ist das schon die halbe Miete. Nun liegt es an Yamaha, ihn mit dem richtigen Material auszurüsten, um an der Weltspitze zu kämpfen.

MotoGP-WM-Stand nach 18 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 395 (Weltmeister). 2. Dovizioso 256. 3. Viñales 201. 4. Rins 194. 5. Petrucci 176. 6. Quartararo 172. 7. Rossi 166. 8. Miller 149. 9. Crutchlow 133. 10. Morbidelli 115. 11. Pol Espargaró 94. 12. Mir 83. 13. Nakagami 74. 14. Aleix Espargaró 56. 15. Bagnaia 54. 16. Iannone 43. 17. Oliveira 33. 18. Zarco 30. 19. Lorenzo 25. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16. 22. Pirro 9. 23. Syahrin 8. 24. Guintoli 7. 25. Abraham 7. 26. Kallio 3.

Konstrukteurs-WM nach 18 von 19 Rennen

1. Honda 401. 2. Ducati 302. 3. Yamaha 301. 4. Suzuki 223. 5. KTM 105. 6. Aprilia 81.

Team-WM nach 18 von 19 Rennen

1. Ducati Team 432. 2. Repsol Honda Team 430. 3. Monster Energy Yamaha 367. 4. Petronas Yamaha SRT 287. 5. Team Suzuki Ecstar 281. 6. LCR Honda 210. 7. Pramac Racing 203. 8. Red Bull KTM Factory Racing 124. 9. Aprilia Racing Team Gresini 99. 10. Red Bull KTM Tech3 41. 11. Reale Avintia Racing 25.

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