Johann Zarco (7.) scherzt: «Nur 30 Sekunden verloren»

Von Sarah Göpfert
MotoGP
Johann Zarco auf der Achterbahn-Strecke in Portimão

Johann Zarco auf der Achterbahn-Strecke in Portimão

Johann Zarco aus dem Team Esponsorama Avintia sorgte am Samstag beim MotoGP-Saisonfinale in Portugal für zwei Schrecksekunden. Nachdem im FP4 Rauch aus seiner Ducati stieg, musste der Franzose im Qualifying zu Boden.

Für Avintia-Ducati-Pilot Johann Zarco war es ein ereignisreicher Samstag auf dem «Autodromo Internacional do Algarve». Zunächst sorgte der Franzose für eine fünf minütige Verzögerung des Q1, nachdem in der letzten Minute des vierten freien MotoGP-Trainings Rauch aus seiner Ducati stieg und er auf dem Weg zur Boxengasse die Strecke kreuzte. «Dieses Problem hatte ich schon einmal, deshalb wusste ich, wie ich mich verhalten muss. Der weiße Rauch kam aus dem Auspuff, aber ich war mich sicher, dass ich kein Öl verliere, weshalb ich die Strecke überquerte, um schnell zurück zur Boxengasse zu kommen», rechtfertigte der 30-Jährige sein Verhalten.

Nach seiner riskanten Aktion hatte der Ducati-Fahrer nur eine kurze Verschnaufpause, bevor er ins Qualifying 2 musste. Zwischenzeitlich auf Position 3 liegend, stürzte Zarco drei Minuten vor Schluss. Doch er konnte sein Motorrad wieder aufheben und noch eine gezeitete Runde fahren, die am Ende für Platz 7 reichte.

«Auf meiner ersten Runde mit neuen Reifen war ich schnell unterwegs, aber leider machte ich einen kleinen Fehler und stürzte. Am Motorrad war alles in Ordnung, sodass ich im zweiten Sektor trotz des Unfalls nur 30 Sekunden verloren habe. Gäbe es eine Rundenzeit mit Sturz, hätte ich sicher die Pole-Position geholt», scherzte der Franzose über sein Missgeschick.

Für das Rennen ist der zweifache Moto2-Weltmeister zuversichtlich. «Über die Startposition bin ich etwas enttäuscht, aber im Großen und Ganzen freue ich mich und hoffe, zu Rennbeginn stark zu sein, um viele Fahrer überholen zu können. Oliveira und Morbidelli werden einen Fluchtversuch starten und auch Miller wird kampflustig sein. Wenn ich die Top-3 einhole, dann wäre ich sehr glücklich.»

Ergebnis MotoGP, Q2, Portimão, 21.11.

1. Oliveira, KTM, 1:38,892 min
2. Morbidelli, Yamaha, 1:38,936
3. Miller, Ducati, 1:39,038
4. Crutchlow, Honda, 1:39,156
5. Quartararo, Yamaha, 1:39,199
6. Bradl, Honda, 1:39,204
7. Zarco, Ducati, 1:39,238
8. Viñales, Yamaha, 1:39,260
9. Pol Espargaró, KTM, 1:39,284
10. Rins, Suzuki, 1:39,467
11. Nakagami, Honda, 1:39,531
12. Dovizioso, Ducati, 1:39,587

Die weitere Startaufstellung:
13. Binder, KTM, 1:39,390 min
14. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:39,762
15. Bagnaia, Ducati, 1:40,019
16. Alex Márquez, Honda, 1:40,049
17. Rossi, Yamaha, 1:40,058
18. Petrucci, Ducati, 1:40,091
19. Savadori, Aprilia, 1:40,174
20. Mir, Suzuki, 1:40,290
21. Rabat, Ducati, 1:40,427
22. Kallio, KTM, 1:41,753

Stand Fahrer-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Mir, 171 Punkte (Weltmeister). 2. Morbidelli 142. 3. Rins 138. 4. Viñales 127. 5. Quartararo 125. 6. Dovizioso 125. 7. Pol Espargaró 122. 8. Miller 112. 9. Nakagami 105. 10. Oliveira 100. 11. Binder 87. 12. Petrucci 78. 13. Zarco 71. 14. Alex Márquez 67. 15. Rossi 62. 16. Bagnaia 47. 17. Aleix Espargaró 34. 18. Crutchlow 29. 19. Lecuona 27. 20. Bradl 18. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Suzuki, 201 Punkte. 2. Ducati 201. 3. Yamaha 188. 4. KTM 175. 5. Honda 133. 6. Aprilia 43.

Team-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Team Suzuki Ecstar, 309 Punkte (Weltmeister). 2. Petronas Yamaha SRT 230. 3. Red Bull KTM Factory Racing 209. 4. Ducati Team 203. 5. Monster Energy Yamaha MotoGP 169. 6. Pramac Racing 163. 7. LCR Honda 134. 8. Red Bull KTM Tech3 127. 9. Repsol Honda Team 85. 10. Esponsorama Racing 81. 11. Aprilia Racing Team Gresini 46.

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