Starker Einstand: Die MotoGP-Rookies-of-the-Year

Von Sarah Göpfert
MotoGP
Rookie of the Year 2020 Brad Binder hinter Alex Márquez

Rookie of the Year 2020 Brad Binder hinter Alex Márquez

KTM-Pilot Brad Binder setzte sich 2020 gegen die zwei MotoGP-Neulinge Alex Márquez und Iker Lecuona im Kampf um den Titel «Rookie of the Year» durch. Doch wie viel ist der Erfolg des Südafrikaners wert?

In der Königsklasse wird seit 2002 der Neuankömmling, der während seiner ersten Saison die meisten WM-Punkte sammelt, mit dem Rookie of the Year-Award geehrt. Erstmalig sicherte sich der Japaner Daijirō Katō mit WM-Rang 7 diesen Titel 2002, nachdem er sich gegen John Hopkins und Pere Riba durchgesetzt hatte.

2003 und 2006 folgten Katō spätere MotoGP-Stars wie Nicky Hayden und Dani Pedrosa, beide fuhren in ihrer Premierensaison für das Repsol Honda Team. Konkurrenzlos gewannen 2007 Suzuki-Testfahrer Sylvain Guintoli mit Gesamtrang 16 und 2016 Tito Rabat mit lediglich WM-Platz 21 die Wertung, da sie im jeweiligen Jahr als einziger Rookie im MotoGP-Grid standen.

Stefan Bradl startete 2012 für LCR Honda erstmalig in der ranghöchsten Motorradklasse und musste sich gegen fünf weitere Piloten behaupten. Mit 135 Punkten und WM-Rang 8 sicherte er sich den Titel souverän vor Michele Pirro, dem Kolumbianer Yonny Hernandez, sowie Danilo Petrucci, Mattia Pasini und Ivan Silva. Bradl konnte in seiner ersten MotoGP-Saison zwar keinen Podestplatz einfahren, doch machten ihn seine konstanten Leistungen und insgesamt zehn Top-Ten-Platzierungen zum besten Rookie des Jahres.

Seit Einführung der Rookie of the Year-Wertung 2002 schaffte es bisher nur ein Pilot, die Weltmeisterschaft in seinem ersten Jahr zu gewinnen. Dieses Kunststück gelang Repsol Honda-Star Marc Márquez, als er sich 2013 mit vier Punkten Vorsprung vor Jorge Lorenzo (Yamaha) seinen ersten von sechs MotoGP-WM-Titeln sicherte.

Pol Espargaró holte 2014 mit WM-Rang 6 den Award für das Monster Yamaha Tech 3 Team, bevor sich sein spanischer Landsmann Maverick Viñales im Folgejahr auf der Suzuki GSX-RR gegen drei weitere Rookies durchsetzte. Obwohl er 2020 bei fünf Rennen die Zielflagge nicht sah, krönte sich Brad Binder zum erfolgreichsten Neueinsteiger des Jahres, mit 13 Punkten Vorsprung vor Honda-Pilot Alex Márquez und 60 Punkte vor Iker Lecuona.

In diesem Jahr werden mit Jorge Martin (Pramac Ducati), Luca Marini und Enea Bastianini (beide Avintia Ducati) drei Moto2-Aufsteiger im MotoGP-Feld vertreten sein. Damit steht bereits fest, dass Binders Nachfolger aus dem Hause Ducati stammen wird, es sei denn, Aprilia verpflichtet den Italiener Lorenzo Savadori. Dieser sollte auf der technisch unterlegenen Aprilia jedoch keine Bedrohung für die Moto2-Stars darstellen.

MotoGP Rookie of the Year Award

2002 (3 Rookies): Daijirō Katō (Honda)
2003 (7 Rookies): Nicky Hayden (Honda)
2004 (4 Rookies): Rubén Xaus (Ducati)
2005 (3 Rookies): Toni Elías (Yamaha)
2006 (4 Rookies): Dani Pedrosa (Honda)
2007: (1 Rookie): Sylvain Guintoli (Yamaha)
2008: (4 Rookies): Jorge Lorenzo (Yamaha)
2009 (3 Rookies): Mika Kallio (Ducati)
2010 (6 Rookies): Ben Spies (Yamaha)
2011 (2 Rookies): Cal Crutchlow (Yamaha)
2012 (6 Rookies): Stefan Bradl (Honda)
2013 (6 Rookies): Marc Márquez (Honda)
2014 (4 Rookies): Pol Espargaró (Yamaha)
2015 (4 Rookies): Maverick Vinales (Suzuki)
2016 (1 Rookies): Tito Rabat (Honda)
2017 (4 Rookies): Johann Zarco (Yamaha)
2018 (5 Rookies): Franco Morbidelli (Honda)
2019 (4 Rookies): Fabio Quartararo (Yamaha)
2020 (3 Rookies): Brad Binder (KTM)

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