Motegi FP1: Ducati-Doppelführung, Marc Márquez auf P6
Ducati-Lenovo-Werksfahrer Jack Miller setzte in Motegi in der einzigen MotoGP-Sessions des Freitags die Richtzeit. Aragón-Sieger Enea Bastianini verpasste nach einem Sturz die vorläufigen Top-10.
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Nach den logistischen Problemen vor dem Argentinien-GP und angesichts des geringen Spielraums zwischen den Grand Prix in Aragón und Motegi wurde der Zeitplan für den ersten Japan-GP seit 2019 bereits im Juni vorsorglich angepasst: Die Action auf dem Twin Ring begann am heutigen Freitag erst um 13.15 Uhr Ortszeit.
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Die MotoGP-Asse mussten sich sogar bis 15.05 Uhr (8.05 Uhr MESZ) gedulden, ehe die Ampel für ihr einziges Freitag-Training auf grün schaltete. Dafür standen ihnen 75 Minuten zur Verfügung. Es war bewölkt über dem Mobility Resort Motegi, die 4,801 km lange Strecke war bei 26 Grad Luft- und 28 Asphalttemperatur aber trocken.
Nach den ersten 20 Minuten führte Fabio Quartararo mit einer 1:45,807 min. Damit blieb der Yamaha-Star nur knapp über der Pole-Zeit von Marc Márquez aus dem Jahr 2019, einer 1:45,763 min. "Die Rundenzeit wird sehr viel schneller sein", hatte der WM-Leader schon am Donnerstag vermutet. "Denn ich glaube, jeder hat sich ziemlich verbessert – Fahrer und Motorräder. Und das ist eine der Strecken, auf denen man das Rear Ride Height Device stark spüren wird."
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Der All-Time-Lap-Record auf dem Twin Ring (sechs Links- und acht Rechtskurven; längste Gerade 762 m) steht allerdings schon seit 2015 bei 1:43,790 min, der Rundenrekord aus dem MotoGP-Rennen von 2014 bei 1:45,350 min – gefahren jeweils von Jorge Lorenzo.
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Nach einer halben Stunde zeigten die weißen Flaggen mit dem roten Kreuz an: Es fielen kurzzeitig Tropfen vom Himmel. Der Regen wurde aber nicht stärker.
Als noch 35 Minuten auf der Uhr standen, ging Alex Rins als Erster mit einem frischen Soft-Reifen auf die Strecke und übernahm in 1:45,738 min die Spitze. Auffälliger als seine Zwischenbestzeit waren aber die neuen "Pokémon"-Flügel am Heck seiner GSX-RR. Vorgezogene Jagd auf die Q2-Plätze
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Weil für den Samstag Regen vorhergesagt ist, kamen bereits eine halbe Stunde vor Schluss immer mehr weiche Hinterreifen zum Einsatz. Pramac-Ducati-Pilot Johann Zarco und Aprilia-Speerspitze Aleix Espargaró wechselten sich mit niedrigen 1:45er-Zeiten auf Platz 1 ab. HRC-Wildcard-Fahrer Tetsuta Nagashima stürzte dagegen in Kurve 11. Als noch 20 Minuten auf der Uhr standen, übernahm Quartararo in 1:45,029 min wieder die Spitze der Zeitenliste. Die Führung währte aber nicht lange, denn Aragón-Sieger Enea Bastianini blieb wenig später in 1:44,978 min als Erster des Tages unter der 1:45er-Marke. Zwölf Minuten vor Schluss startete Rins die nächste "time attack", eine 1:44,913 min brachte ihm vorläufig den ersten Platz 1 ein. Die finalen Minuten glichen dann aber einer vorgezogenen Qualifying-Session: Ducati-Werksfahrer Jack Miller distanzierte die Konkurrenz mit einer 1:44,509 min fünf Minuten vor Schluss, obwohl er auf seiner schnellen Runde Suzuki-Ersatzmann Tsuda überholen musste. Marc Márquez kam dann bis auf 0,147 sec an die Miller-Marke heran, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbiss. Bastianini stürzte drei Minuten vor Schluss in Kurve 5. Er blieb unverletzt, seine Gresini-Ducati überschlug sich aber im Kiesbett, was seiner Zeitenjagd ein Ende setzte.
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Sein Markenkollege Pecco Bagnaia schob sich hinter Miller auf Platz 2, Quartararo auf Platz 3 – bevor Zarco in Kurve 7 für die nächsten gelben Flaggen sorgte. Darryn Binder stürzte ebenfalls noch in Kurve 5. Dennoch gab es im Finish einige Steigerungen: Der WM-Dritte Aleix Espargaró verbesserte sich auf Rang 4 und VR46-Ducati-Pilot Luca Marini schob sich als Fünfter ebenfalls noch vor Marc Márquez, der den Freitag knapp vor seinem Teamkollegen Pol Espargaró als Sechster beendete. Die zwei Red Bull-KTM-Werksfahrer Brad Binder und Miguel Oliveira sowie Aprilia-Pilot Maverick Viñales komplettierten die Top-10. LCR-Fahrer Takaaki Nakagami belegte nur vier Tage nach der Finger-OP den beachtlichen zwölften Rang. Ob er seinen Heim-GP fortsetzen kann, wird sich allerdings erst nach einem weiteren medizinischen Check entscheiden. Bemerkenswert: Die Top-4 trennen nur 0,068 Sekunden, 19 Fahrer liegen in rund neun Zehntelsekunden.
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