Nachdem ihm am Sonntag in Assen erneut eine «Track-Limits»-Strafe einen Podestplatz verwehrte, bezog Red-Bull-KTM-Werksfahrer Brad Binder (4.) klare Stellung zum Vorfall.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Brad Binder unterlief bei der Dutch TT in Assen nicht nur einmal, sondern gleich zwei Mal ein Fehler, der ihn einen sichergeglaubten Podesplatz kostete. Denn nachdem der Red-Bull-KTM-Werksfahrer im Samstags-Sprint eine Zeitstrafe für das Überfahren der "Track-Limits" in der letzten Runde erhalten hatte, ereilte ihn dieses Schicksal im Sonntagsrennen erneut.
Werbung
Werbung
Diesmal kam der Südafrikaner am Ausgang von Kurve 10 über den Curb hinaus in die Grünfläche, woraufhin Aleix Espargaró (Aprilia) den dritten Platz des 27-jährigen KTM-Piloten erbte. "Aleix hat in der Auslaufrunde auf die Grünfläche gezeigt. Ich war mir zunächst nicht sicher und habe auf den Leinwänden gesehen, dass die Kameras mir folgen. Das war kein gutes Zeichen", rätselte zunächst ein ungläubiger Binder, stellte dann aber fest: "In der Box habe ich die Strafe schließlich gesehen." Anstatt wütend über die Entscheidung der Rennleitung zu sein, ärgerte sich der WM-Vierte über sich selbst. "ich habe mich gefragt, wie mir das noch einmal passieren konnte. Für das Team tut es mir extrem leid, da ich ihnen zwei Podestplätze zerstört habe. Sie haben hart gearbeitet, daher ist dieser Fehler sehr bitter."
Dabei beteuerte ein reumütiger Binder: "Regeln sind Regeln. Es ärgert mich, dass mir zwei Mal der gleiche Fehler unterlaufen ist. Aber sowohl am Samstag als auch am Sonntag habe ich den Fehler nicht mitbekommen. Platz 4 ist nicht schrecklich, aber zwei Podien wären besser."
Werbung
Werbung
Glücklicher zeigte sich der 17-fache GP-Sieger über seine Reifenwahl. "Ich habe mich für den weichen Hinterreifen entschieden. In den ersten Runden war ich etwas geschockt, da es super rutschig war. Aber nach einigen Runden habe ich mich besser gefühlt. Mein größtes Ziel war es, die Reifenflanke zu schonen. Das ist mir bis zur vorletzten Runde gut gelungen, doch dann hat der Reifen stark nachgelassen. Das Reifenmanagement war bislang einer meiner Schwachpunkte. Aber im Rennen konnten wir in diesem Bereich bedeutsame Fortschritte erzielen."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
MotoGP-Ergebnisse, Assen (25. Juni):
1. Bagnaia, Ducati, 26 Rdn in 40:37,640 min 2. Bezzecchi, Ducati, + 1,223 sec 3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,925 4. Brad Binder*, KTM, + 1,528 5. Martin, Ducati, + 1,934 6. Alex Márquez, Ducati, + 12,437 7. Marini, Ducati, + 14,174 8. Nakagami, Honda, + 14,616 9. Morbidelli, Yamaha, + 29,335 10. Augusto Fernández, KTM, + 33,763 11. Savadori, Aprilia, + 35,084 12. Raúl Fernández, Aprilia, + 39,622 13. Bradl, Honda, + 42,504 14. Folger, KTM, + 45,609 – Di Giannantonio, Ducati, 8 Runden zurück – Lecuona, Honda, 12 Runden zurück – Oliveira, Aprilia, 14 Runden zurück – Bastianini, Ducati, 20 Runden zurück – Viñales, Aprilia, 23 Runden zurück – Quartararo, Yamaha, 24 Runden zurück – Zarco, Ducati, 24 Runden zurück – Miller, KTM, 25 Runden zurück *= ein Platz zurück ("track limits"-Vergehen) Ergebnisse MotoGP-Sprint Assen (24. Juni):
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.