Klare Worte von Pit Beirer zum Fall «Jorge Martin»
Auch bei der Jubiläums-TT fehlt Champion Jorge Martin. Während sich das MotoGP-Fahrerlager auf Runde 10 vorbereitet, hat der Fall Jorge Martin weiter einen Sonderstatus. KTM-Sportchef Pit Beirer hat eine klare Meinung.
Das große Kuriosum: Der Athlet Jorge Martin und Aprilia Racing als Arbeitgeber fahren auf verschiedenen Gleisen in den Sommer. Der Champion aus Spanien bereitet sich in seiner Heimat auf das zweite Comeback nach Katar mit der Aprilia RS-GP vor. Wie bereits am 11. Juni
Sollten keine medizinischen Einwände gegen einen Ritt mit der Aprilia bestehen, könnte Martin unmittelbar im Anschluss und gemäß der neu geschaffenen Test-Regel einen eintägigen Test absolvieren. Aus organisatorischer Sicht bietet sich Misano an.
Ob Martin sich direkt im Anschluss an den körperlich sehr anspruchsvollen Sachsenring begibt, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Jorge Martin dann vor der Sommerpause in Brünn noch einmal im Wettbewerb zu sehen sein wird. Der weitere Plan, die Saison 2025 zu Ende zu fahren.
Ab hier ändern sich die Vorstellungen der Parteien.
Innerhalb des MotoGP-Fahrerlagers gibt es viele Sichtweisen zu dem außergewöhnlichen Fall. Pit Beirer, Chef bei KTM Racing, betonte im Gespräch mit SPEEDWEEK.com: "Die Situation ist sehr bedenklich. Es ist in jeder Hinsicht untragbar, dass Verträge nicht eingehalten werden. Die Hersteller investieren enorme Summen in die MotoGP-Projekte und die Fahrer sind dabei ein wichtiger strategischer Baustein. Das ist kein Spiel!"
Der deutsche ehemalige Motocross-Weltklassepilot weiter: "Die Verträge haben hohen Stellenwert, werden gut vorbereitet, und dann müssen sich auch alle daran halten. Solche Aktionen, wie sie derzeit von Jorge und seinem Management laufen, können enorme Konsequenzen für das gesamte Fahrerlager haben."
Pit Beirer denkt damit an den gesamten
Beirer weiter: "Tatsache ist: Wenn solche Methoden weiter Schule machen, dann werden die Verträge der Zukunft anders aussehen. Das gilt auch für die Gagen. Und den Piloten muss auch klar sein: Es gibt in diesem Fahrerlager nur fünf Hersteller und da besteht eine gewisse Gefahr, es sich mit so einem Verhalten zu verscherzen."
Die Sicht der Athleten und vor allem die der Manager ist mitunter eine andere. Die Laufbahnen der Karrieren sind vergleichsweise kurz und es gilt, die maximale Rendite mit den wenigen Stars der Szene zu erwirtschaften. Dass es mehr als nur zum guten Ton gehört, sich an einen ausformulierten Vertrag zu halten, sollte sich dabei von selbst verstehen.
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