Iodaracing: 2012 zwei Eigenbauten – das war zuviel

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Die Eigenbau-Aprilia vom Frühjahr 2012

Die Eigenbau-Aprilia vom Frühjahr 2012

Iodaracing-Teambesitzer Giampiero Sacchi wollte als Konstrukteur Honda nacheifern – und scheiterte.

In der Saison 2012 hat sich Iodaracing-Teambesitzer Giampiero Sacchi ein bisschen zu viel zugemutet. Er liess von seiner aus Aprilia-Beständen zusammengesetzten Techniker-Truppe um Giovanni Sandi ein Claiming-Rule-Motorrad bauen. Dazu leistete er sich nur einen 185 PS starken Serien-Motor, mit dem Danilo Petrucci bis zu 45 km/h auf die Werksmaschinen einbüsste. Und Sandi baute dazu einen preiswerten Gitterrohrstahlrahmen. Experten schätzten das gesamte Gefährt auf einen Wert von maximal 70.000 Euro.

Erst im September durfte Petrucci auf eine Suter-BMW umsteigen.

Als Flop entpuppte sich auch das Moto3-Projekt, das Sacchi mit der Firma «Robby Moto Engineering» von Roberto Papetti in Angriff nahm. Die Motoren platzten serienweise; die Getriebe hielten anfangs nur 70 km. Jonas Folger und Luigi Morciano brachten im Frühjahr selten mehr als drei Runden hintereinander zustande. Ab Indy wurde Folger (er ging zu Martinez) durch Armando Pontone ersetzt. Das Duo verlor zum Beispiel im Brünn-Training immer noch 3,3 und 5,7 sec auf die Bestzeit.

Deshalb hat Sacchi das Moto3-Projekt beerdigt. Der ehemalige General Manager von Piaggio Racing (Aprilia, Derbi und Gilera) musste einsehen, dass er nicht über genug Entwicklungsbudget verfügte, um in zwei Klassen (Moto3 und MotoGP) selbst als Hersteller aufzutreten. Iodaracing bietet jetzt die 2012-Moto3-Fahrwerke mit Honda NSF250R-Motoren an interessierte Kundenteams an, vorrangig für die italienische Meisterschaft.

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