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Dani Pedrosa: Schlüsselbein angebrochen! Und jetzt?

Von Günther Wiesinger
Bei Dani Pedrosa ist das linke Schlüsselbein angebrochen, ausserdem war er nach dem Crash benommen. Aber er könnte trotzdem am Sonntag fahren.

Schlägt jetzt auf dem Sachsenring und nächste Woche in Laguna Seca die grosse Stunde von MotoGP-Rookie Marc Márquez?

Der WM-Zweite Jorge Lorenzo verzichtet auf den GP von Deutschland, die Teilnahme von Leader Dani Pedrosa ist fraglich.

Und Márquez liegt nur 23 Punkte hinter Pedrosa und 14 hinter Lorenzo.

Wenige Minuten vor Beginn des MotoGP-Qualifyings Q2 liess sich der am Vormittag schwer gestürzte Dani Pedrosa von Raul Jara auf dem Repsol-Roller von der Box Richtung Motorhome kutschieren. Die linke Schulter schmerzte ihn so stark, dass er nicht in seinen Repsol-Jacke schlüpfte, sondern sie nur um seine Schulter legte.

Jetzt wird immer noch beratschlagt, ob der WM-Leader am Sonntag beim Warm-up aufs Motorrad steigen soll.

Fakt ist: Das linke Schlüsselbein ist angebrochen.

Ausserdem hat Dani Pedrosa eine Gehirnerschütterung erlitten.

Der Österreicher Mike Leitner, seit 2003 Crew-Chief des spanischen Honda-Werkspiloten, stand nach dem Qualifying gedankenverloren hinter der Box. «Ich kann es nicht einschätzen, wie es Dani geht», meinte der Ex-GP-Pilot. «Er muss selber entscheiden, ob er am Sonntag fährt. Wir müssen schauen, was die vernünftigste Lösung in Hinblick auf die restliche Saison ist.»

Und die Gehirnerschütterung? Leitner: «Alberto Puig hat gesagt, Dani sei anfangs benommen gewesen. Gleich nach dem Crash. Aber inzwischen hat er sich erholt.»

Der deutsche Rennarzt Dr. Jörg-Uwe Fischer im Exklusiv-Gespräch mit SPEEDWEEK.com: «Bei den Röntgenaufnahmen haben wir gesehen, dass Danis rechtes Schlüsselbein mit Platten und Schrauben versorgt ist, eine alte Verletzung. Das linke Schlüsselbein wurde heute früh beim Highsider angebrochen. Aber die beiden Enden stehen noch aufeinander. Aus meiner Sicht ist die Situation bei Dani Pedrosa besser als vor zwei Wochen bei Jorge Lorenzo nach der Operation. Ich habe mit ihm vereinbart, dass er vor dem Warm-up noch einmal zu mir kommt. Wenn er es sich zutraut, kann er das Warm-up und nachher das Rennen fahren. Ich hätte nichts dagegen.»

Übrigens: «Doc» Uwe Fischer ist ein rennbegeisterter Chirurg. Er ist 25-Prozent-Teilhaber des Racing Teams Germany (mit Jack Miller und John McPhee) und hat schon Valentino Rossi 2010 nach dessen Schien- und Wadenbeinbruch (von Mugello) nicht am Comeback beim GP von Deutschland gehindert.

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