Aprilia: Offizielle MotoGP-Rückkehr ab 2016!

Von Matthias Dubach
MotoGP
Shane Byrne hatte 2004 einen schweren Stand als MotoGP-Werksfahrer von Aprilia

Shane Byrne hatte 2004 einen schweren Stand als MotoGP-Werksfahrer von Aprilia

Piaggio-Gruppe-CEO Roberto Colaninno will Aprilia zwölf Jahre nach dem werkseitigen Ausstieg wieder in der MotoGP-WM antreten lassen.

Eigentlich ging es bei der grossen Mailänder Motorradmesse EICMA auf dem Stand der Piaggio-Gruppe um die Vorstellung der neuen Vespa Primavera. Aber dann liess Roberto Colaninno, der Präsident der Piaggio-Gruppe, die Katze aus dem Sack. «Nach dem Erfolg in der Superbike-WM wollen wir 2016 mit einem Prototyp in die MotoGP einsteigen und gewinnen», lautete die vollmundige Ankündigung.

Mehr Details gab Colaninno noch nicht preis. Auch der neue Aprilia-Werksfahrer in der Superbike-WM, der bisherige BMW-Pilot Marco Melandri, wurde auf dem falschen Fuss erwischt. «Ich weiss nichts, wir haben noch nicht darüber gesprochen. Eine Rückkehr in den GP-Zirkus, um zu gewinnen, wäre ein Traum. Aber im Moment konzentriere ich mich auf die SBK», meinte Melandri auf die Frage von «GPone», ob er in zwei Jahren als MotoGP-Fahrer in Frage komme.

Werkseitig war Aprilia – die Marke gehört wie Gilera, Derbi, MotoGuzzi und Piaggio zur Piaggio-Gruppe – letztmals 2004 in der Königsklasse dabei. Die Fahrer Shane Byrne, Garry McCoy und Jeremy McWilliams waren aber nur Statisten. Aprilia blieb in der Konstrukteurs-WM lediglich Rang 6 hinter Honda, Yamaha, Ducati, Kawasaki und Suzuki.

Allerdings engagierten sich die Italiener in den Jahren 2012 und 2013 äusserst erfolgreich durch die Hintertür des neu eingeführten Claiming-Rule-Reglements in der MotoGP-WM. Die CRT-Bikes hiessen offiziell ART, Aleix Espargaró holte in beiden Jahren die Krone als bester CR-Pilot. Allerdings wurde im Fahrerlager geätzt, dass die ART-Aprilia der Werksmaschine RSV4 aus der SBK-WM etwas zu nahe stehe und nicht dem Geiste des Reglements entspreche, wonach ein getunter Superbike-Motor in einem Prototypenchassis zu stecken habe. In der Superbike-WM wurde hingegen argwöhnt, dass die RSV4 eine verkappte MotoGP-Maschine sei… 2010 und 2012 holte Aprilia mit Max Biaggi den Superbike-Titel.

Der Vater hinter all diesen Erfolgen war Gigi Dall'Igna. Aber der begnadete Technische Direktor wechselte kürzlich zum Erzrivalen Ducati, in der MotoGP-WM wird das bisherige ART-Spitzenteam Power Electronics Aspar 2014 mit Honda-Production-Racern antreten, Teamchef Jorge «Aspar» Martinez glaubte nach Dall'Ignas Abgang nicht mehr an eine Weiterentwicklung der ART.

Auf der EICMA war hinter vorgehaltener Hand aber bereits zu hören, dass die MotoGP-Rückkehr von Aprilia nur gelingt, wenn sich finanzstarke Partner finden lassen. Mit den Italienern, dem 2015 erfolgenden Wiedereinstieg von Suzuki sowie den bisherigen Marken Ducati, Yamaha und Honda könnten sich ab 2016 wieder fünf Werke in der MotoGP-Klasse tummeln.

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