Martinez-Honda: Hayden und Aoyama haben viel Arbeit

Von Oliver Feldtweg
MotoGP
Beim ersten Test mit dem Honda-Production-Racer beklagten sich Nicky Hayden und Hiroshi Aoyama über die unausgereifte Elektronik.

Der letzte MotoGP-Testtag auf dem Ricardo-Tormo-Circuit schien von Regenschauern beeinträchtigt zu werden, es tröpfelte am Vormittag mehrmals, aber die Regenwolken verzogen sich wieder. Die Piloten konnten von 10 bis 17 Uhr noch einmal produktive Arbeit leisten – auch das neu formierte Power Electronics Team von Jorge Martinez.

Die Martinez-Truppe stieg von ART-Aprilia auf die käufliche Honda RCV1000R um, die Fahrerpaarung Aleix Espargaró und Randy de Puniet wurde durch die Ex-Weltmeister Nicky Hayden und Hiroshi Aoyama ersetzt.

Weltmeister Marc Márquez sorgte abermals für die Bestzeit – er legte 1:30,287 min.

Hiroshi Aoyama legte mit der Honda am Montag los, Nicky Hayden fuhr am Dienstag damit. Am Mittwoch blieb Hayden bis 2.15 Uhr auf dem Production-Racer sitzen, danach übernahm Aoyama bis 17 Uhr.

Nicky Hayden spulte am Mittwoch 40 Runden ab und schaffte eine Zeit von 1:32,123 min. «Wir haben heute nur den halben Tag getestet, das war auch so geplant», schilderte Nicky. «Aber wir haben die Zeit optimal genützt und haben weitere Fortschritte gemacht. Wir haben uns bei der Rundenzeit verbessert und ich fühle mich jetzt bedeutend wohler auf dem Motorrad. Aber wie gesagt, wir haben es hier mit einem völlig neuen Projekt zu tun. Deshalb liegt viel Arbeit vor uns, vor allem mit der Einheits-ECU. Wenn wir rausfinden, wie wir diese ECU optimal nützen können, werden wir uns weiter verbessern. Wir haben viele Daten gesammelt und jetzt eine gute Vorstellung davon, in welche Richtung wir uns vorantasten müssen. Es war wichtig, dass ich diese Testgelegenheit bekommen habe. Ich konnte das Team kennenlernen und reise in guter Laune ab.»

Der Japaner Hiroshi Aoyama spulte 60 Runden ab und schaffte eine Zeit von 1:32,530 min. «Das war ein positiver zweiter Testtag für mich», freute sich der 250-ccm-Weltmeister von 2009. «Denn wir haben Fortschritte erzielt, obwohl wir viel Zeit in der Box verbracht haben, um die Elektronik auf Vordermann zu bringen. Ich habe ein gutes Gefühl für dieses Bike. Aber wir haben viel Arbeit vor uns. Wir brauchen mehr Zeit, um diese Maschine besser kennenzulernen und ein besseres Set-up zu finden. Wir haben jetzt mehr als zweieinhalb Monate Pause bis zum nächsten Test. In diesem Zeitraum haben die Ingenieure noch Zeit, um die Entwicklung dieser Maschine voranzutreiben.»

 

Die kombinierte Zeitenliste, Montag - Mittwoch
Pos Rider Team Zeit Tag
1. Marquez, Marc (Repsol Honda) 1:30.287 3
2. Smith, Bradley (Tech 3 Yamaha) 1:30.598 3
3. Lorenzo, Jorge (Yamaha) 1:30.768 2
4. Bradl, Stefan (LCR Honda) 1:30.868 3
5. Pedrosa, Dani (Repsol Honda) 1:30.948 2
6. Bautista, Alvaro (Gresini Honda) 1:31.208 2
7. Rossi, Valentino (Yamaha) 1:31.350 1
8. Espargaro, Pol (Tech 3 Yamaha) 1:31.533 3
9. Iannone, Andrea (Pramac Ducati) 1:31.594 3
10. Espargaro, Aleix (Forward Racing) 1:31.644 3
11. Dovizioso, Andrea (Ducati) 1:31.661 2
12. Crutchlow, Cal (Ducati) 1:31.875 3
13. Pirro, Michele (Ducati Test Team) 1:31.833 3
14. Hayden, Nicky (Aspar) 1:32.123 3
15. Aoyama, Hiroshi (Aspar Honda) 1:32.530 3
16. Hernandez, Yonny (Pramac Ducati) 1:32.745 1
17. Laverty, Michael (PBM) 1:33.055 3
18. Edwards, Colin (Forward Racing) 1:33.149 2
19. De Puniet, Randy (PBM) 1:33.833 2
20. Redding, Scott (Gresini Honda) 1:34.195 1
21. Di Meglio, Mike (Avintia Blusens) 1:34.618 2
22. Bauer, Martin (Remus Racing) 1:35.115 1

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