Marc Márquez (1.): «Habe mich über Iannone geärgert»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Marc Márquez: sechste Pole-Position hintereinander

Marc Márquez: sechste Pole-Position hintereinander

Marc Márquez liess seine Gegner wie Anfänger aussehen – sie wurden um fast 0,7 sec abgehängt. «Aber Valentino, Lorenzo und Dani werden im Rennen gefährlich», meint der Weltmeister.

Marc Márquez gelang im MotoGP-Qualifying beim GP de France auf dem Circuit Bugatti in Le Mans die sechste Pole-Position hintereinander, wenn man Valencia 2013 dazurechnet.

Der 21-jährige Repsol-Honda-Star findet bald selber keine Erklärungen mehr für seien überragenden Leistungen, bei einem Rückstand von fast 0,7 Sekunden sehen die restlichen MotoGP-Asse wie Anfänger aus.

«Das war ein interessantes Qualifying. Ich habe mich sehr gut gefühlt gleich in der ersten Runde das Potenzial des neuen Reifen gespürt, den ich gestern nicht richtig nutzen konnte. Aber heute hat alles vom Beginn wann geklappt, ich habe den Reifen optimal ausgenützt. Das war der Hauptgrund für meine Rundenzeit. Jetzt werden wir sehen, wie sich das rennen entwickelt, Valentino, Lorenzo und Dani sind vom Rennspeed her nicht weit weg. Das hat man im FP4 gesehen. Alle vier werden um den Sieg fighten. Ich kann keine Prognose fürs Rennen abgeben, wir haben sehr viele Runden vor uns...»

Márquez blieb mit seiner Pole-Zeit nicht weniger als 1,6 Sekunden unter dem Rundenrekord von Dani Pedrosa 2011. «Es ist immer eine zusätzliche Motivation, wenn man Rekorde auslöschen kann», grinste Marc. «Aber für mich ist wichtiger, dass ich so deutlich vor dem Zweiten bin, denn so einen Abstand rauszufahren auf einer so kurzen, engen Piste, das ist keine Selbstverständlichkeit. Trotzdem darf man diese Pole nicht überbewerten. Eine schnelle Runde im Quali ist das eine, aber das Rennen geht über 28 Runden!»
Doch Márquez musste wieder alle Tricks auspacken und viel Risiko eingehen, um sich diese Bestzeit zu sichern. «Für die Pole muss man pushen... Ich habe in der ersten Schikane einmal die Fahrbahn verlassen müssen. Ich war am Limit.»

Marc Márquez hatte auch ein Intermezzo mit Andrea Iannone, das ihn ärgerte. «Für mich ist es normal kein Problem, wenn sich ein Fahrer im Qualifying bei mir in den Windschatten klemmt», sagte der Spanier. «Aber was ich nicht verstehe: Er nahm eine Abkürzung auf der Gegengeraden, um in meinen Windschatten zu kommen. Ich habe mich ein bisschen gefährdet gefühlt, weil Iannone mit Vollgas auf die Strecke zurück gedonnert ist. Ich war so verwirrt und überrascht, dass ich in der nächsten Kurve einen Fehler gemacht habe. Ich habe zu spät gebremst und wurde rausgetragen. Was, Iannone hatte Bremsprobleme? Ah... Wenn ich keine Bremse mehr habe, drehe ich das Gas zu. Er ist Vollgas weitergebrettert.»

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