MotoGP: Ducati-Erfolg kam nicht vom Motor

British-GP: Ist der Circuit of Wales ein Luftschloss?

Von Günther Wiesinger
So soll der Circuit of Wales aussehen

So soll der Circuit of Wales aussehen

Die Zweifel werden immer grösser. Bleibt der gross angekündigte Circuit of Wales eine Fata Morgana? Bisher gibt es nur grossspurige Ankündigungen, von einem Spatenstich keine Spur.

Am kommenden Wochenende wird der «British Motorcycle Grand Prix» zum fünften Mal hintereinander auf dem Silverstone Circuit stattfinden.

Der neue «Silverstone Wing» wurde für die MotoGP-WM nur 2011 und 2012 benützt, der Motorrad-GP-Zirkus ist 2013 wieder zur alten Boxenanlage zurückgekehrt.

Für 2015 und die vier Jahre danach existiert für den Britisch Grand Prix ein Agreement zwischen der Dorna und den mutmasslichen Betreibern des «Circuit of Wales».

Aber der Baubeginn dieser neuen Motorsport-Arena (Streckenlänge 5,6 km) verzögert sich seit zwei Jahren. Vor einem halben Jahr wurde Juni/Juli 2014 als neuer Baubeginn genannt, jetzt ist vom Dezember die Rede.

Deshalb muss der britische WM-Lauf zumindest 2015 noch einmal in Silverstone ausgetragen werden.

Als Ausweichlösung wäre Donington Park vorstellbar, wo bis 2009 gefahren wurde.

In Wales ist von Baukosten von rund 280 Millionen Euro die Rede. Die Anlage soll in Blaenau Gwent errichtet werden, als neues Eröffnungsdatum wird jetzt 2016 genannt.

Die Regierung von Wales will die Kosten gemeinsam mit privaten Investoren tragen, als Schauplatz ist die Gegend neben der Hauptstrasse A465 ausserhalb der Stadt Ebbw Vale und 29 km nordwestlich der Stadt Newport (sie wurde durch ihren grossen Hafen bekannt) vorgesehen. Als Bauherr soll die Heads of the Valleys Development Company auftreten.

Die Circuit of Wales-Betreiber haben bereits die Bankgarantie für den Grand Prix 2015 abgegeben. Die Dorna ist also finanziell auf der sicheren Seite.

Aller Voraussicht nach wird der WM-Lauf 2015 wieder in Silverstone gefahren. In Donington haben der Umbau und die geplante Modernisierung nie stattgefunden, die Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäss. Aber die Dorna will sich Donington als Ausweichmöglichkeit offenhalten. Einen neuen Asphaltbelag haben die Donington-Manager für 2015 bereits zugesagt, falls sie den GP-Zuschlag erhalten.

«Für ein Jahr könnten wir notfalls in Donington fahren», heisst es bei der Dorna.

Aber inzwischen stellt sich die Frage, ob in Wales wirklich jemals mit dem Bau der Rennstrecke begonnen wird.

Die Dorna hat sich in Ungarn mit dem Bau des Balatonrings auch jahrelang an der Nase herumführen lassen...

Fakt ist: In Wales befürworten sowohl die aktuelle Regierung als auch die Opposition das monströse Rennstreckenprojekt.

Aber wenn im Dezember kein Baubeginn stattfindet, wird sich die Dorna langfristig mit Silverstone als Schauplatz es British Grand Prix abfinden müssen.

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