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Entwarnung: MotoGP-Rennen wird nicht verkürzt

Vor einem Jahr musste das MotoGP-Rennen in Australien verkürzt werden, die Hinterreifen hielten maximal zehn Runden. Nach den zwei Trainingstagen ist bei Bridgestone Erleichterung zu spüren.

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Entwarnung bei MotoGP-Einheitsreifen-Lieferant Bridgestone am Sonntagvormittag vor dem Warm-up im Paddock von Phillip Island. Es ist im Gegensatz zu 2013 keine Verkürzung der Renndistanz (27 Runden) geplant. Damals hielten die Hinterreifen wegen des neuen Belags maximal zehn Runden durch.

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Am Samstagabend wurden gestern im Paddock bei Bridgestone noch einige Hinterreifen nach Long-runs zerschnitten und analysiert.

"Es sieht gut aus", erklärte Thomas Scholz, Chief Coordinator von Bridgestone Motorsport, am Sonntagfrüh im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Wir haben die Mischungen nach diversen Long-runs überprüft."

Techniker Masao Azuma: "Dani Pedrosa hat im zweiten freien Training einen Long-run ohne Stopp über 16 Runden gemacht. Und wir haben Reifen, die über zwei Sessions verteilt mehr als 30 Runden zurückgelegt haben."

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"Wenn mit so einem Hinterreifen insgesamt 30 Runden abgespult wurden", hält Thomas Scholz fest, "dann müsste eigentlich auch im Rennen alles okay sein."

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Eigentlich... Schwingen da Zweifel mit?

Scholz: "Nein, echte Sorgen haben wir nicht. Aber die endgültige Gewissheit hast du erst nach dem Rennen, weil die Belastung im Rennen höher ist als in den Trainings. Es kann schon passieren, dass nach 27 Runden bei dem einen oder anderen Fahrer ein kleines Löchlein auf der Lauffläche zu sehen sein wird. Aber so schlimm wie 2013 wird es auf keinen Fall werden. Aber es ist klar, bei diesen harten Hinterreifen ist für die Fahrer das Gefühl im Grenzbereich nicht so angenehm wie bei den anderen Rennen. Aber sie sind im Qualifying immerhin bis auf eine halbe Sekunde an die besten Rundenzeiten von 2013 rangekommen."

Und am Samstag hatten sich die MotoGP-Fahrer schon besser ans das neue Fahrgefühl gewöhnt. Den einzigen MotoGP-Crash des Tages erledigte Andrea Iannone in Turn 1.

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Etliche Fahrer und Teams sind der Überzeugung, Bridgestone sei nach dem Vorjahres-Desaster bei den Sicherheitsvorkehrungen einen Schritt zu weit gegangen und habe zu harte Reifen entwickelt. Zumal der Belag inzwischen etwas verwittert ist und der Grip nachgelassen hat.

"Es kann sein, dass wir nächstes Jahr bei den Mischungen wieder eine Stufe weicher gehen", räumte Scholz ein.

Denn Masao Azuma liess anklingen, dass die meisten Open-Fahrer von Ducati, Forward-Yamaha und Honda heute im Rennen die extra-weichen Hinterreifen verwenden werden.

"Und das ist ja ein klarer Indikator dafür, dass man hier hinten nicht die härteste Mischung braucht, um die 27-Rennrunden durchzustehen", erklärte Scholz. "2015 könnten wir bei der Allocation wieder zur weicheren Seite gehen. Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass wir den heutigen extra-weichen Hinterreifen der Open-Teams in die Mitte positionieren. Wir würden dann insgesamt überall eine Stufe weicher gehen."

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Übrigens: Bei den asymmetrischen harten Hinterreifen für die Factory-Teams beträgt der Unterschied bei den Mischungen links und rechts nicht weniger als vier Stufen, was wegen des unterschiedlichen Grips an die Fahrer natürlich erhebliche Anforderungen stellt.

Da kam sogar Thomas Scholz ins Grübeln. Aber Azuma bestätigte diese Information. Wegen der vielen Linkskurven ist links eine extra-harte Mischung drauf, rechts die extra-weiche, dazwischen liegen die Stufen Soft, Medium und Hard.

Bei den Factory-Hinterreifen der Medium-Mischung sind drei Stufen Unterschied, bei der weichen Mischung handelt es sich um zwei Stufen.

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