Wirbel um Brünn: Kein Grand Prix, Geld zurück?

Von Jiri Miksik
MotoGP

Der Streit um die Austragungsrechte für den Brünn-GP eskaliert. GP-Veranstalter AMD befürchtet, dass der Politiker Michael Hasek ein übles Spiel treibt und sich den WM-Lauf unter den Nagel reissen will.

Das Automotodrom Brünn (AMD) bereitet sich zwar für das Jubiläum «50 Jahre Motorrad-GP» vor, aber die Betreiber des Automotodroms (die Firma AMD gehört Karel Abraham senior) warten nach wie vor, dass Michal Hasek, der Landeshauptmann des Bezirks Südmähren, an die Dorna 30 Millionen Kronen (umgerechnet mehr als ca. 1,1 Millionen Euro) überweist, die er vom Ministerium für Ausbildung und Kultur von der Tschechischen Republik erhalten hat. Sie bildet einen Teil der GP-Gebühr für 2014, die an die Dorna für die Rechte zu bezahlen ist.

«Wir können nichts anderes machen als abzuwarten, wann Herr Hasek seinen Teil der GP-Gebühren für 2014 überweist», sagte Ivana Ulmanova , die Geschäftsführerin des AMD, bei einer Pressekonferenz in Prag.

Der Bezirk Südmähren hat das Geld vom Ministerium bereits vor Monaten bekommen. Hasek hat versprochen, das Geld bis Ende März auf das Konto der Dorna zu überweisen.

Übrigens: Die strittigen 30 Millionen Kronen haben die Vertreter des Ministeriums schon am Donnerstag des GP in Brünn 2014 versprochen, aber die Überweisung lässt auf sich warten.

«Wir haben geglaubt, dass Herr Hasek das Geld an die Dorna bezahlt, wie er versprochen hat», sagte Ivana Ulmanová. Sie fügte aber an, dass sie schon lange Zeit mit Michel Hasek keinen Kontakt hat. «Wir haben zwar im August miteinander gesprochen, als Herr Hasek auf dem Masaryk Ring deklarierte, er wolle diesen Prestige-Event unterstützen. Aber seit November hatten wir keinen Kontakt mehr.»

Die Brünner Veranstalter haben schon mit dem Vorverkauf für den Grand Prix 2015 begonnen. Jetzt besteht die Gefahr, dass der traditionelle WM-Lauf 2015 gar nicht stattfindet, wenn Hasek kein Geld überweist.

«Es kann passieren, dass wir den Fans das Geld für die Tickets zurückzahlen müssen. Ich kann dazu nicht mehr sagen, jetzt liegt der Ball bei Herrn Hasek. Mir persönlich ist die ganze Situation sehr unangenehm», räumt Ulmanova ein. «Das Schlimmste an der ganzen Situation ist, dass die Fans nicht korrekt informiert werden. Im Ausland glauben alle, dass wir eine Bananenrepublik sind. Denn es ist nicht ganz normal, dass eine Gruppe von Politikern zu MotoGP-Promoter Dorna nach Spanien fliegt und dort irgendwelche Geschichten erzählt. Wir als Brünn-GP-Veranstalter sind neugierig, was bis Ende März passiert. Ob wir dann noch lachen können oder ob wir schlaflose Nächte haben werden.»

Fakt ist: Für den Brünn-GP gab es immer nur Ein-Jahres-Verträge, für 2015 ist noch keine Vereinbarung unterschrieben.

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