Aprilia: Trauerspiel mit Marco Melandri bald zu Ende?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Auch am Freitag beim Barcelona-GP kam Aprilia-Werksfahrer Marco Melandri über den letzten Platz nicht hinaus. Die Tages des Haudegens bei Aprilia sind gezählt.

25. und letzter Platz, nicht weniger als 4,1 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Suzuki-Werkspilot Aleix Espargaró.

Kein Wunder, wenn bei solchen Ergebnissen wieder die ​Gerüchte neue Nahrung erhalten, ​Aprilia Racing werde das MotoGP-Abenteuer mit dem 32-jährigen Marco Melandri bald beenden.

Am Freitag war im Barcelona-Paddock zu hören, der Catalunya-GP sei voraussichtlich der letzte Auftritt von Melandri im Aprilia-Werksteam.

«Ich glaube nicht», dementierte Aprilia-Renndirektor Romano Albesiano Samstagfrüh in Barcelona gegenüber SPEEDWEEK.com.

Es klang nicht sonderlich überzeugend, eher ein bisschen halbherzig.

In Stein gemeisselt ist bisher gar nichts, denn die Alternativen auf dem Fahrermarkt sind nicht gerade prickelnd. Alex De Angelis und Michael Laverty (er hat einen Vertrag für die Britische Superbike-Meisterschaft bei Paul Bird) sind momentan die einzigen Möglichkeiten in der Ersatzfahrer-Frage.

An den gestern aufgetauchten Gerüchten, Stefan Bradl stehe mit Aprilia in Verhandlung, ist kein Körnchen Wahrheit dran. «Ich habe das ganze Jahr noch nie mit jemandem von Aprilia gesprochen oder verhandelt», erklärte Stefan Bradl. «Ausserdem bin ich kein Typ, der nach ein paar enttäuschenden Rennen sein Team mitten in der Saison im Stich lässt.»

Tatsache ist, dass Aprilia Racing im Sommer 2014 an Stefan Bradl interessiert war. Aber der Bayer gab Forward-Yamaha den Vorzug, weil Aleix Espargaró damals WM-Sechster und das Technikpaket von Forward vielversprechender wirkte.

Es wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen, ob der 214. Grand Prix von «Macio» Melandri auch sein letzter war. Melandri hat insgesamt 22 GP-Siege errungen (fünf in der MotoGP-Klasse), er war Vizeweltmeister 125 ccm (1999) und in der MotoGP-Klasse (2006) sowie Weltmeister in der Klasse bis 250 ccm auf Aprilia (2002).

Fakt ist: Marco Melandri wird 2016 auf einer Werks-Yamaha in die Superbike-WM zurückkehren. Dort hat er 2014 den WM-Titel verspielt, er hat also in dieser Rennserie noch eine Rechnung offen.

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