Valentino Rossi: Champion nach 5 titellosen Jahren?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Der grosse Valentino Rossi ist auf dem besten Weg, für einen neuen Rekord zu sorgen. Noch nie ist ein Rennfahrer in der Königsklasse nach fünf titellosen Jahren wieder MotoGP-Weltmeister geworden.

Valentino Rossi hat schon viele Rekorde aufgestellt. Vielleicht bricht er auch den All-Time-Rekord von Giacomo Agostini mit 122 GP-Siegen; der italienische Movistar-Yamaha-Werkspilot hat inzwischen 122 GP-Triumphe eingesammelt.

Es hat auch noch kein Rennfahrer in so vielen unterschiedlichen Hubraumklassen einen Weltmeistertitel gewonnen: 125 ccm, 250 ccm, 500 ccm. Danach in der MotoGP-Klasse mit 990 ccm (diese Kategorie existierte von 2002 bis 2006), dann mit 800 ccm (diesen Hubraum gab es von 2007 bis Ende 2011).

Rossi könnte seiner WM-Bilanz in diesem Jahr eine neue Hubraumklasse hinzufügen: 1000 ccm.

In der Königsklasse hat Rossi bisher sieben WM-Titel gewonnen: 2001 mit 500 ccm auf Honda, 2002 und 2003 auf Honda 990 ccm, 2004 und 2005 auf Yamaha 990 ccm, dann 2008 und 2009 auf Yamaha 800 ccm.

Und wenn Valentino Rossi in diesem Jahr seinen insgesamt zehnten WM-Titel abräumen sollte, ist ihm ein weiterer Rekord gewiss: Noch nie hat ein GP-Pilot nach fünf Jahren Pause wieder einen Weltmeistertitel in der «premier class (500 ccm, seit 2002 MotoGP) gewonnen.

Geoff Duke gewann seine vier 500-ccm-WM-Titel innerhalb von fünf Jahren (1951 bis 1955), John Surtees ebenfalls (1956 bis 1960). Mike Hailwood war viermal hintereinander erfolgreich – von 1962 bis 1965. Giacomo Agostini war 500-ccm-Weltmeister auf MV Agusta in den Jahren 1966 bis 1972, dann triumphierte zweimal Phil Read auf der MV Agusta, ehe «Ago nazionale» 1975 auf der Yamaha ein letztes Mal Weltmeister wurde. Nach zwei Jahren Pause.

Dann siegte Barry Sheene 1976 und 1977 auf Suzuki zweimal in Serie, ehe Kenny Roberts 1978 bis 1980 dreimal hintereinander für Yamaha triumphierte. Eddie Lawson eroberte seine vier 500-ccm-WM-Titel innerhalb von sechs Jahren, nur Freddie Spencer (1985) und Wayne Gardner (1987) funkten dazwischen. Danach gewann Wayne Rainey auf Yamaha (von 1990 bis 1992), Mick Doohan dominierte fünfmal hintereinander von 1994 bis 1998, dann folgte mit Rossi (2001 bis 2005) der nächste Serien-Champion. Seit Rossis letztem Titelgewinn 2009 hiessen die Weltmeister Jorge Lorenzo, Casey Stoner, Jorge Lorenzo und zweimal Marc Márquez.

Einmalig ist auch die Zeitspanne zwischen Rossis erstem Sieg (Brünn 1996, Aprilia 125) und seinem 112. GP-Erfolg in Silverstone 2015. In diesen 20 GP-Jahren hat Rossi immer gewonnen – mit Ausnahme der beiden Ducati-Jahre 2011 und 2012.

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