Stefan Bradl (12.): «Die Reifen bauen zu schnell ab»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl im ersten Aragón-Training auf der Werks-Aprilia

Stefan Bradl im ersten Aragón-Training auf der Werks-Aprilia

Die zwölftbeste Zeit im ersten Aragón-Training liess Aprilia-Werksfahrer Stefan Bradl nicht in Euphorie ausbrechen. «Die Reifen lassen schon nach drei Runden stark nach», zeigt sich der Bayer besorgt.

Stefan Bradl schaffte im ersten freien MotoGP-Training in Aragón mit 1:50,160 min die zwölftbeste Zeit, sein Teamkollege Alvaró Bautista hielt sich ebenfalls wacker und fuhr mit 1:50,2845 min auf Platz 14.

Bradl büsste im 25-Fahrer-Feld nur 1,911 Sekunden auf die Bestzeit ein und sah sich in seiner Annahme bestätigt, der Misano-Dienstag-Test habe das Aprilia Racing Team Gresini einen deutlichen Schritt weitergebracht.

«Wir haben gute Fahrer, wir sind ein gutes Team, so verbessern wir uns», freute sich Aprilia-Renndirektor Romano Albesiano.

Bei Stefan Bradl hielt sich allerdings de Begeisterung in Grenzen. «Wir haben grosse Probleme mit den Reifen, sie bauen ziemlich schnell ab, Der Grip war im FP1 insgesamt ziemlich schlecht. Wir haben vorne mit der weichen und hinten mit der Medium-Mischung angefangen, aber ich habe gleich gemerkt, dass die Reifen überhaupt keinen Grip aufbauen konnten, speziell hinten. Wir haben sehr viel Spinning gehabt, ich bin arg rumgeslidet. Nachher haben wir noch einmal einen Run mit diesem Satz gefahren, aber es ist nicht besser geworden. Ich bin dann am Schluss vorne auf Medium und hinten auf Soft umgestiegen. Das war dann ein Schritt in die richtige Richtung, weil der weichere Reifen momentan noch der bessere ist und besser funktioniert. Aber das Ganze geht nur über drei Runden, dann baut er ruck-zuck einen Riesenstep ab. Das ist überraschend. Bridgestone sagt, der Grip ist hier generell sehr schlecht. Aber jetzt müssen wir halt schauen, dass der Grip mit dem Fahren besser wird. Aber wir dürfen nicht so schnell den Grip verlieren. Das verunsichert mich, denn nach drei Runden lässt der Grip zu schnell nach. Das ist ein bisschen verwunderlich. Wir haben auch relativ wenig ausprobieren können, weil die Umstände nicht gut genug waren, um etwas zu probieren. Zeit und Platzierung sehen zwar gut aus, aber das hat wenig Aussagekraft. Das bringt mich jetzt nicht wirklich weiter. Wir müssen schauen, dass wir am Sonntag über die ganze Distanz schnell sind, nicht nur für eine oder drei Runden. da haben wir vorläufig noch eine extreme Schwäche.»

Aber Bautista besiegt, die beiden Suzuki nur auf den Rängen 16 und 19, Petrucci auf Rang 18, das ist doch eine gute Ausgangslage?

«Grundsätzlich sind wir jetzt inzwischen vielleicht schon besser als vor dem Misano-Test», sagt Bradl. «Aber wir müssen schauen, wie sich die Situation im FP2 entwickelt. Wir müssen einfach konstanter werden. Wir sind schnell über eine Runde, das habe ich im Qualifying schon gezeigt. Aber wir müssen die Pace verbessern. Platz 12 im FP12 ist wunderbar. Aber da kann man sich nichts davon kaufen. Wir können im FP2 ruck-zuck wieder auf Platz 16 zurückfallen.»

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