MotoGP

Cal Crutchlow (9.): «Ein Lernprozess für Michelin»

Von Troy McLure - 03.04.2016 00:31

Trotz des geplatzten Michelin-Hinterreifens von Scott Redding ist LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow überzeugt: «Der Vorderreifen ist ein größeres Problem.»

Mit 1,117 sec Rückstand auf die Bestzeit von Marc Márquez reihte sich LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow auf Platz 9 der Zeitenliste im MotoGP-Qualifying ein. Den 4,8 Kilometer langen Circuit Termas de Rio Hondo umrundete der Brite in 1:40,528 min.

«Ich bin ziemlich enttäuscht, denn ich hatte die Pace, um in der ersten Reihe zu stehen. Das gesamte Wochenende fühlte ich mich so, als würde mich etwas zurückhalten. Als ich im Qualifying pushte, stürzte ich. Der Sturz war aber mein Fehler, denn ich bremste einfach zu weit in die Kurve. Mit den Michelin-Vorderreifen darf man hier kein Risiko eingehen. Ich hätte etwas früher bremsen sollen, aber ich tat es nicht. Für diesen Fehler musste ich bezahlen, denn mein zweites Bike war nicht so abgestimmt, wie ich es wollte. Das wussten wir. Zudem haben wir wirklich Probleme mit dem Speed. Wir wissen nicht genau, warum das so ist. Wir erhalten nicht genug Grip am Vorderrad – egal, was wir versuchen. Im Sektor 2 verlieren wir sehr viel Zeit, obwohl er nur aus einer Kurve und der Gegengerade besteht, aber das betrifft alle Honda-Fahrer», erklärte der Brite.

«Marc ist schnell, aber er stürzte auch zwei Mal. Dasselbe passierte mir und Jack. Dani ist der einzigeHonda-Fahrer, der nicht so viel Risiko eingehen muss, denn er belastet den Vorderreifen nicht so, wie wir es tun», analysiert Crutchlow.

Trotz seiner Enttäuschung ist Crutchlow für das Rennen am Sonntag zuversichtlich. «Ich denke, dass wir die Pace haben, um vorne mitzumischen.»

Warum stürzten so viele Fahrer in Kurve 1? «Dort befindet sich eine große Bodenwelle. Wenn man zu schnell in die Kurve fährt und weiter bremst, stürzt man. Doch auch, wenn man früher bremst und viel Kurvenspeed fährt, verliert man die Front. In Kurve 1 fühlt es sich wie ein Glücksspiel an, ob man sie übersteht oder nicht. Die Situation mit Michelin ist derzeit schwierig, denn 20 Fahrer beschweren sich über unterschiedliche Dinge. Wir müssen Lösungen finden, aber Michelin macht an sich einen guten Job. Sie wollen für uns alle Lösungen finden, was nicht einfach ist. In Katar fuhr Lorenzo eine Rekordzeit und die Pace war phänomenal. Nun liegen wir drei Sekunden zurück. Wir müssen geduldig sein.»

Dass sich am weichen Michelin-Hinterreifen von Scott Redding im vierten Training die Lauffläche löste und sich der Reifen in seine Einzelteile auflöste, beunruhigt nicht alle MotoGP-Piloten. «Wir fühlen uns mit dem Hinterreifen ziemlich gut. Ein Fahrer hatte Probleme. Die Front scheint aber ein größeres Problem zu sein. Bei manchen Regenrennen konnten wir im letzten Jahr härter bremsen als jetzt. Das zeigt, dass die Reifen auf manchen Strecken sehr gut funktionieren und auf anderen nicht. Es ist ein Lernprozess für Michelin, die Fahrer und die Hersteller. Das Problem ist, dass man auch ohne ein Risiko einzugehen, das Limit nicht spürt. Jorge stürzte in diesem Jahr bereits fünf Mal. Sonst stürzte er in drei Jahren fünf Mal.»

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