Stefan Bradl: Fieber und kein Stress

Von Günther Wiesinger
Stefan Bradl

Stefan Bradl

Stefan Bradl ist zwei Tage vor Beginn des Le-Mans-Trainings krank. Aber der in der WM an achter Stelle liegende Bayer reist trotzdem heute nach Frankreich.

[*Person Stefan Bradl*] ist seit Dienstag an erkrankt und blieb heute Dienstag bis Mittag im Bett. «Am Dienstagfrüh habe ich mich plötzlich schlecht gefühlt, ich hatte Fieber und Halsweh», erzählte der letztjährige WM-Vierte im Gespräch mit www.speedweek.com. «Ich trinke viel Pfefferminztee. Das ist der einzige, der mir schmeckt. Am Nachmittag gehe ich mal zum Arzt, am Abend fahren wir mit dem Motorhome nach Le Mans.»

Zumindest für die 900 km lange Anreise von Zahling an die Sarthe hat Bradl eine klare Arbeitsteilung vorgesehen. «Der Papa soll fahren, ich lege mich hinten rein und schlafe», lautet das nicht allzu strapaziös klingende Vorhaben des Viessmann-Kiefer-Aprilia-Piloten.

Bradl sagt, er habe in Le Mans bisher gute Erfahrungen gemacht. Im Vorjahr landete er im Abbruch-Rennen in Frankreich bei Regen und wechselhaften Verhältnissen immerhin an sechster Stelle.

Nach den bisher nicht gerade hinreissenden Ergebnissen (Achter in Doha, Vierter in Motegi und Sturz in Jerez) wird das Kiefer-Team für das Freitag-Training beim Fahrwerks-Set-up auf die Erkenntnisse von 2008 zurückgreifen. «Aber ich mache mir nach drei Rennen noch keinen Stress», versichert der 19-jährige Bradl. «In der WM liege ich nur 20,5 Punkte hinter Leader Iannone.»

Die abschätzigen Äusserungen von Andrea Iannone in SPEEDWEEK Nr. 21 hat Stefan Bradl gelesen und zur Kenntnis genommen. «Ich weiss nicht, ob sich Iannone schon so ein Urteil über einen Gegner erlauben kann», fragt sich der zweifache GP-Sieger aus Bayern. «Wenn ich ihn im Fahrerlager runmlaufen sehe mit seiner gelben Sonnenbrille, dann kann ich nur sagen: Er ist ist ein anderer Typ als ich, ein Sunnyboy. Aber ich hatte mit ihm noch nie eine Auseinandersetzung. Ehrlich gesagt: Mir ist wurscht, wie er über mich denkt.»

Iannone hatte Bradl im SPEEDWEEK-Interview als «nutzlosen Piloten» abgestempelt, der die Sportart wechseln sollte.

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