Bis sieben Runden vor Schluss war Julian Simon Nachfolger von Mike di Meglio als Weltmeister der 125er-Klasse. Dann stürzte er unbedrängt in Führung liegend.
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Julian Simon (Bancaja Aprilia) lag beim 125er-GP von Estoril vom vergangenen Sonntag mit 6,5 Sekunden Vorsprung klar an der Spitze. Da sein Hauptkonkurrent Nicolas Terol bereits wegen eines Sturzes aus dem Rennen ausgeschieden war, hätte Simon den WM-Titel bereits im viertletzten Renenn der Saison sicherstellen können.
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Doch sieben Runden vor Schluss rutschte der WM-Leader zur Überraschung aller und zum Entsetzen seines Teamchefs Jorge "Aspar" Martinez aus und landete im Kies. Immerhin konnte Simon weiterfahren und mit Rang 12 noch vier WM-Punkte holen. Trotz des peinlichen Missgeschicks – bereits in Barcelona hatte Simon seine Fans geschockt, als er sich in Führung liegend eine Runde zu früh als Sieger feiern liess und von einigen Konkurrenten noch überholt wurde – liegt der nächstjährige Moto2-Pilot in der WM immer noch überlegen in Führung und bekommt beim nächsten Rennen in Phillip Island den zweiten Matchball für seinen ersten WM-Titel.
"Ich dominierte das ganze Wochenende, jedes Training, die Qualifikation, und auch im Rennen hatte ich nach der wilden Anfangsphase alles unter Kontrolle", erzählte Simon. "Ich wollte das Rennen gewinnen und den WM-Titel mit einem Sieg feiern. Doch man kann offenbar nicht alles kontrollieren. Ich war bereits stark am Einlenken, aber immer noch hart auf der Bremse, da ist das Vorderrad weggerutscht. Zum Glück ist mein Vorsprung mit rund 50 Punkten gross genug, um jetzt nicht unruhig zu werden. In Phillip Island werde ich es lockerer angehen lassen, damit wir nicht noch einen solchen Schock erleben. Es tut mir leid, dass ich meine vielen Fans, die nach Portugal gereist sein, enttäuschen musste."
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