Bridgestone in Assen: 5:3 statt 4:4

Von Markus Lehner
MotoGP 800 ccm
Bridgestone: Qual der Wahl für die MotoGP-Teams.

Bridgestone: Qual der Wahl für die MotoGP-Teams.

2008 gewannen Bridgestone und Casey Stoner mit der Marlboro-Ducati zum ersten Mal in Assen. 2009 ist der damalige Gegner Michelin nicht mehr dabei.

Assen ist die siebte von insgesamt 17 Stationen für die MotoGP-Klasse 2009. Für die traditionsreiche Strecke hat Alleinausrüster Bridgestone nach dem Hitzerennen von Barcelona eine Rückkehr zu weicheren Reifen angekündigt.

An Nässe sind die Fahrer dieses Jahr gewohnt, selten fanden so viele Trainings und Rennen bei Regen oder zumindest nasser Fahrbahn statt. Auch in Assen muss immer mit Regenschauern und dementsprechend kühlen Luft- und Asphalttemperaturen gerechnet werden. Bridgestone wird auf jeden Fall genügend Regenreifen mit weicher Mischung nach Assen bringen.

Die 2006 umgebaute und auf 4555 Meter verkürzte Strecke besitzt seit den Umbauarbeiten eine unregelmässige Asphaltdecke. Die alte und neue Oberfläche besitzen unterschiedlichen Grip, was das Fahren vor allem bei nassen Bedingungen trickreich macht. Geraden gibt es praktisch keine, die insgesamt 17 Kurven sind mehr oder weniger direkt aneinandergereiht. Eine der Schlüsselstellen ist die mehr als 200 km/h schnelle Ramshoek-Kurve, die von den Fahrern viel Mut und von der Reifenschulter eine absolute Höchstleistung in Sachen Grip abverlangt. Der erste Teil, von Haarbocht bis De Strubben, ist im Prinzip eine einzige, sich zuziehende Kurve, welche von der rechten Reifenschulter viel Stabilität fordert.

In Assen werden die MotoGP-Piloten erstmals von der neuen Regel profitieren können, nach der sie bei den Vorderreifen nicht mehr zwingend vier und vier Reifen der beiden unterschiedlichen Mischungen wählen müssen, sondern das auch im Verhältnis fünf zu drei tun können. «Damit haben die Fahrer und Teams etwas grössere Freiheiten», erklärt Bridgestone-Motorsport-Manager Tohru Ubukata. «Die Unterschiede bei der Reifenwahl werden ebenfalls grösser werden, und bei glücklicher Auswahl hat der Fahrer für Training, Qualifying und Rennen mehr Reserven.»

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