Henry Jacobi wechselt nicht mit Kawasaki in die MXGP

Von Johannes Orasche
Henry Jacobi muss noch bis Ende Oktober schweigen

Henry Jacobi muss noch bis Ende Oktober schweigen

Der deutsche MX2-Star Henry Jacobi wird bei seinem Aufstieg in die MXGP-Kategorie im Jahr 2020 auf einem neuen Fabrikat sitzen. F&H Kawasaki bleibt in der MX2-WM.

Henry Jacobi erholt sich im Moment von seiner Kreuzband-Verletzung, die er vor knapp drei Wochen sogar operativ an seinem rechten Knie behandeln lassen musste. Der 22 Jahre alte Thüringer wird am Montag in Deutschland mit der Reha beginnen und will im Idealfall Ende November wieder auf dem Motorrad sitzen.

Diese Tage werden für den deutschen Hoffnungsträger einschneidend und wegweisend sein, was seine weitere WM-Karriere betrifft. Jacobi wird dann nämlich bereits auf einer neuen Motorradmarke sitzen. Das Fabrikat ist jedoch noch nicht bekannt. Der WM-Fünfte darf offiziell noch nicht darüber sprechen.

Mittlerweile ist bestätigt, dass sein niederländisches F&H-Kawasaki-Team nicht in die MXGP-Kategorie wechseln wird. Und im Kawasaki-Werksteam (KRT) fahren 2020 der belgische Dauerbrenner Clement Desalle und der französische Star-Neuzugang Romain Febvre.

Somit muss Henry Jacobi, der trotz der Kreuzband-Verletzung WM-Rang 5 in der MX2-Kategorie schon vor Wochen fixiert hatte, in der Winterpause noch mehr Testarbeit für den notwendigen Aufstieg in die Königsklasse leisten. Zur Erinnerung: Die FIM-Regel besagt, dass MX2-Motocross-Fahrer, die ihr 23. Lebensjahr vollendet haben oder zweimal in Folge Weltmeister waren, im darauf folgenden Jahr nicht mehr in der MX2-Klasse antreten dürfen.

Jacobi wird auch im Jahr 2020 seinen Wohnsitz in den Niederlande behalten und hat bereits einen attraktiven Plan in der Schublade. Über das derzeit mögliche Paket für die MXGP-Premieren-Saison 2020 sagt der Deutsche: «Ich darf erst Ende Oktober offiziell über dieses neue Projekt sprechen. Es wird aber sehr spannend für mich.»

Jacobi weiter: „Ich möchte mich auch bei meinem F&H-Kawasaki-Team für alles bedanken, was sie für mich tun und getan haben.“

Sogar ein Wechsel in die USA wäre für den Deutschen bei einem guten Angebot eventuell eine Option gewesen. «Das Angebot regelt die Nachfrage», weiß Jacobi und erklärt seine Sichtweise: «Es ist am Ende ziemlich egal, ob ich in Europa oder den USA fahre. Es geht immer darum, ob es meiner Karriere dienlich ist.»

Fakt ist: Der Mann aus Bad Sulza ist im Moment der einzige deutschsprachige Motocross-Künstler unter 23 Jahren, der in der extrem stark besetzten MXGP-Klasse künftig reüssieren könnte.

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