Dennis Ullrich: «Es ist teilweise wie Pudding»

Von Matthias Dubach
Motocross-WM MXGP
Dennis Ullrich lernt die Strecke auf dem EuroSpeedway kennen

Dennis Ullrich lernt die Strecke auf dem EuroSpeedway kennen

Der MX1-Sarholz-KTM-Pilot spricht über den EuroSpeedway, die WM-Pläne für 2014 und seinen Einsatz beim Nationen-Cross als Ersatzfahrer für Marcus Schiffer.

Neben dem etablierten MX1-Star Max Nagl, dem einzigen deutschen Stammfahrer in der 450-ccm-Klasse, treten beim Deutschland-GP auf dem Lausitzring auch Christian Brockel und Dennis Ullrich an. Während es für Brockel die MX1-WM-Premiere ist, bestreitet Ullrich auf dem EuroSpeedway seinen vierten Grand Prix in der grossen Klasse. Der bald 20-Jährige aus dem Team Sarholz-KTM sagt: «Ich möchte hier wieder in die Top-15 fahren, wenn es geht. Mal schauen, was sich hier mit Hilfe der Fans machen lässt.»

Bei den GP-Starts in Frankreich, Italien und Schweden sammelte «Ulle» 24 Punkte ein und belegt WM-Rang 21, damit führt er praktisch die Rangliste der nicht-permanenten MX1-Piloten an.

Dennis, das erste Training auf der provisorischen Strecke hast du hinter dir: Wie ist dein erster Eindruck?

Die Streckenführung ist auf jeden Fall schön. Es hat zwar keine Berge oder so, aber das ist mal was anderes hier. Das Umfeld ist auch perfekt, es hat schöne Tribünen rund um die Strecke. Ich denke, den Zuschauern wird einiges geboten.

Wie sieht die Beschaffenheit der frisch aufgeschütteten Piste aus?

Beim Boden muss man sehen, wie er sich entwickelt. Im Moment ist es noch ein wenig komisch, sie haben auch ziemlich viel gewässert. Zum Teil ist es wie Pudding, dass man in der Kurve noch steckenbleibt. Mal schauen, wie es sich ausfährt und wie die Sprünge in diesem Sand halten. Mein Tempo war noch nicht so gut, aber ich habe mir die Strecke erst Mal angeschaut. Nachher wird dann Gas gegeben!

Was willst du dieses Jahr in der WM erreichen?

Für dieses Jahr war der Plan in der WM, die Rennen zu fahren, die selbst finanzierbar sind. Um reinzuschnuppern und die Rennen zu fahren, die vom Anfahrtsweg her noch einigermassen gehen. Ich will so viel Erfahrung wie möglich mitnehmen, mich an das ganze Umfeld und an den Speed und an die Fahrweise der anderen gewöhnen. Nächstes Jahr möchte ich die ganze WM fahren. Es ist noch nicht fix, aber es ist der Plan.

Wirst du mit Sarholz zum WM-Stammpiloten?

(Er überlegt) Das weiss ich noch nicht.

Wirst du KTM treu bleiben?

(Er schweigt wieder lange) Auf jeden Fall möchte ich die ganze WM fahren und dann schauen, was sich daraus ergibt.

Du bist vom Plan, 2013 einige MX2-GP zu fahren, abgerückt und hast nun schon drei MX1-GP auf dem Buckel. Was hat dich in dieser Klasse am meisten überrascht?

Natürlich wird hier schneller gefahren. Klar interessiert es die Fahrer mit jahrelanger Erfahrung nicht, ob da einer kommt, der sein zweites Rennen fährt, da wird keine Rücksicht genommen. Aber ich komme einfach mit dem grossen Motorrad besser zurecht. Es passt besser zu meinem ruhigen Fahrstil. Deshalb bin ich so früh schon in die MX1-WM aufgestiegen.

Ende September wartet mit dem Motocross der Nationen ein grosses Highlight. Wirst du definitiv Marcus Schiffer ersetzen oder wird noch abgewartet?

Das Nations ist fix. Marcus kann vielleicht dann mit seinem Handgelenk wieder fahren, aber ihm fehlt dann das ganze Training. Das wird das perfekte Saisonhighlight mit dem letzten Rennen des Jahres.

Du kommst ins Team der Titelverteidiger. Spürst du Druck?

Natürlich spüre ich, dass die Leute beim Nations einiges erwarten. Aber ich denke, da es in Deutschland ist und die deutschen Fans einen richtig anfeuern, gibt es nochmals einen richtigen Kick und einen Motivationsschub. Deshalb denke ich, dass es ganz gut wird.

Im ADAC MX Masters hättest du letzte Woche in Tensfeld die Gesamtführung von Max Nagl übernehmen können, der pausierte. Aber dazu kam es nicht.

Beim Masters waren anfangs Saison die Top-3 das Ziel, da liege ich jetzt ganz klar gut drin. Wenn am Ende der Titel rauskommt, ist das schön, aber auf dem Plan steht es eigentlich nicht. Mal schauen, was sich ergibt. Der Sand in Tensfeld liegt mir nicht so ganz, deshalb ist es immer ein wenig schwer. Aber die Hartbodenrennen werden wieder kommen!

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