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Toprak Razgatlioglu ringt mit MotoGP-Reifen – Jack Miller kennt das Problem

Toprak Razgatlioglu kämpft mit dem Michelin-Hinterreifen. Pramac-Teamkollege Jack Miller erklärt das Problem und verdeutlicht, wie unterschiedlich die Reifen in MotoGP und Superbike-WM sind.

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Der Wechsel von Toprak Razgatlioglu in die MotoGP wird aufmerksam verfolgt – und bringt erwartungsgemäß Anpassungsprobleme mit sich. Zunächst ging man davon aus, dass sich der Türke vor allem mit der Umstellung vom vergleichsweise weichen Pirelli-Vorderreifen der Superbike-WM auf den steiferen Michelin-Vorderreifen in der MotoGP schwertun würde. Doch genau diese Anpassung fiel Razgatlioglu nach eigenen Aussagen überraschend leicht. Beim Bremsen hat er das Gefühl, bereits jetzt auf Augenhöhe zur Konkurrenz zu sein.

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Stattdessen offenbarte sich ein anderes Problemfeld: Vor allem am Kurvenausgang verliert der Pramac-Neuzugang viel Zeit, weil er den Michelin-Hinterreifen noch nicht richtig versteht. Beim Sepang-Test büßte Razgatlioglu satte 1,9 Sekunden auf die Bestzeit von Alex Marquez ein und lag zudem gut 0,7 Sekunden hinter Yamaha-Markenkollege Alex Rins.

Die MotoGP-Hinterreifen sind für Razgatlioglu ungewohnt

Der Türke beschrieb die Unterschiede deutlich: «Der Pirelli-Reifen lässt sich leicht kontrollieren, wenn er Schlupf hat. Doch wenn der Michelin einmal Schlupf hat, dann lässt er sich nicht mehr einfangen.»


Und weiter: «Man muss wie in der Moto2 fahren und sehr sanft ans Gas gehen, weil der Reifen so empfindlich ist. Ich versuche, mich daran anzupassen. Mein Team sagt mir immer, dass ich sanft fahren muss. Doch das ist leicht gesagt.»

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Vor allem die veränderte Fahrweise stellt ihn vor eine neue Herausforderung: «In der Superbike-WM habe ich den Hinterreifen immer genutzt, um das Motorrad zu steuern. Ich nutzte den Hinterreifen immer, um zu Sliden, das Motorrad aufzurichten und gut zu beschleunigen. Doch in der MotoGP ist das alles komplett umgekehrt.»

Jack Miller erklärt die heikle Traktion der Michelin-Reifen

Teamkollege Jack Miller kann diese Schwierigkeiten nachvollziehen und ordnet sie aus eigener Erfahrung ein: «Das ist das größte Problem mit den Michelin-Reifen: Wenn sie einmal anfangen durchzudrehen, hört es erst im fünften oder sechsten Gang auf. Es dreht also weiter, auch auf der Geraden.»

Der Australier verweist dabei auch auf den entscheidenden Einfluss von Fahrbarkeit und Gewichtstransfer beim Beschleunigen. «Wenn man einer Ducati zuhört, wenn sie den Gasgriff öffnen, geschieht alles so geschmeidig wie möglich, um die Last zu verlagern, ohne das Motorrad aus dem Gleichgewicht zu bringen.»

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Miller ergänzt, dass Yamahas bisherige Reihen-Vierzylinder-Maschine – eingesetzt bis Ende 2025 – gerade beim Herausbeschleunigen aus Kurven große Schwierigkeiten hatte, die Traktion zu kontrollieren. Das habe auch die Entscheidung des Werks untermauert, künftig auf einen V4-Motor zu setzen. «Das war [letztes Jahr] das größte Problem mit dem Reihen-Vierzylinder – es war sehr, sehr, sehr schwierig, diese Lastverlagerung hinzubekommen und die Traktion zu erhalten. Wenn der Grip frühzeitig abriss, dann fand man keine Traktion mehr.»

Kommendes Wochenende erhält Razgatlioglu beim letzten Test vor dem MotoGP-Saisonstart eine weitere Chance, seinen Fahrstil an die MotoGP-Yamaha anzupassen. Doch bereits jetzt steht fest: Die MotoGP-Saison 2026 wird für den Superbiker ein Lernjahr, in dem er die Feinheiten der Königsklasse Schritt für Schritt lernen muss.

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