ADAC MX Masters Drehna: Kjer-Olsen feiert Comeback

Von Frank Quatember
ADAC MX Masters
Kjer-Olsen beim ADAC MX Masters in Drehna

Kjer-Olsen beim ADAC MX Masters in Drehna

Der Däne Stefan Kjer-Olsen kehrt zurück zu den Masters, fährt Kawasaki, wird aber betreut von einem deutschen Yamaha-Team und erklärt, warum die WM für ihn gestorben ist.

Im Jahr 2011 gewann Olsen den ADAC-Youngstercup, 2012 wurde er Vize-Europameister in der 250er Klasse und wechselte 2 Jahre später wie so viele Nachwuchspiloten mit großen Hoffnungen in die MX2-WM. Doch für Stefan Kjer-Olsen, der für das italienisch-russische Hondateam «JTECH ESTA Motorsports» in die Rennen ging, war es ein verlorenes Jahr.

Schmutzige Wäsche will der 21jährige Däne nicht waschen, sondern die Saison 2013 einfach nur abhaken. «Ich habe Ende 2013 einen Vertrag mit Kawasaki Dänemark über 2 Jahre unterschrieben. Dafür soll ich die dänische MX1-Meisterschaft bestreiten. Ansonsten möchte ich mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen und meinem Bruder Thomas, der in der 250er-EM fährt, auf den Reisen begleiten und ein wenig unterstützen. Auf WM habe ich keine Lust mehr, das Kapitel ist erledigt.»

Doch natürlich ist Stefan Kjer-Olsen viel zu jung und viel zu sehr Rennfahrer, sodass seine freiwillige Ruhephase sehr schnell beendet wurde. Olsen: «Ich hatte ja 2011 mit dem Team Yamaha STC-Racing einen Titel in Deutschland geholt und es war eine sehr schöne Zeit. Die ADAC Masters sind eine tolle Serie, also habe ich Thomas und Colin angerufen (Thomas Paul und Colin Streubel, Inhaber der Firma STC) und gefragt, ob sie mir helfen können.»

Gefragt, getan: Ab dem Rennen in Drehna werden nun die beiden Olsen-Brüder vom deutschen Yamaha-Team betreut, fahren aber natürlich Kawasaki bzw. Honda. Und wie sich zeigt, bringt die gute Atmosphäre im Team der Blauen auch gute Ergebnisse. Stefan Kjer-Olsen fuhr einen sensationellen ersten Lauf im Drehnaer Sandkasten, lag in der Startkurve auf Rang 3 und konnte diesen Platz bis zur Zielflagge halten. In Lauf 2 verlor er viel Zeit durch den obligatorischen Startcrash. Olsen wurde eingeklemmt, mit Rang 13 hielt er aber den Schaden in Grenzen und liegt nach dem Auftaktrennen als Sechster der Gesamtwertung vorerst glänzend platziert.

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