Team Schweiz (P6): MXoN-Podium knapp verfehlt

Von Thoralf Abgarjan
Motocross der Nationen
Arnaud Tonus zeigte in Maggiora eine starke Leistung auf der 450er Kawasaki

Arnaud Tonus zeigte in Maggiora eine starke Leistung auf der 450er Kawasaki

Trotz der Verletzung von Valentin Guillod lieferte Team Schweiz beim Motocross der Nationen auf Rang 6 eine bemerkenswerte Leistung ab und war vor dem letzten Rennen des Tages klar auf Podiumskurs.

Wie knapp es beim 70. Motocross der Nationen in Maggiora zuging, zeigt die Statistik: Vor dem letzten und entscheidenden dritten Rennen des Tages (MXGP&OPEN) lag das Team aus der Schweiz mit 36 Punkten noch klar auf Podiumskurs. Das holländische Team, das den Sieg nur hauchdünn mit nur einem Punkt Rückstand auf Frankreich verpasste, lag vor dem letzten Rennen noch 6 Punkte hinter der Schweiz!

Doch das Rennen in Maggiora zeigte erneut, dass beim MXoN bis zur Zielankunft des letzten Fahrers alles offen ist. Durch die bravouröse Leistung von Jeffrey Herlings und einen guten Start von Glenn Coldenhoff, der sich zu Beginn lange auf Rang 4 hielt, übernahmen die Holländer zunächst die Führung. Als Cooper Webb (USA) immer weiter nach vorne kam, waren die Amerikaner an der Spitze und Romain Febvre führte für Frankreich die Entscheidung erst auf den letzten Metern der letzten Runde herbei.

Team Schweiz hatte am Ende sogar noch Pech: Nach dem Streichergebnis lagen die Schweizer gleichauf (44 Punkte) mit Italien. Aufgrund der besseren Einzelergebnisse (Antonio Cairoli lieferte für Italien zwei zweite Plätze ab) wurde Italien auf Rang 5 und die Schweiz auf Platz 6 gewertet.

Arnaud Tonus (Kawasaki), der für dieses Rennen extra aus den USA angereist war, wurde am Ende Gesamtzweiter der OPEN-Klasse, hinter Jeffrey Herlings (KTM), den der Schweizer noch aus seiner WM-Zeit in bester Erinnerung haben dürfte. «Das war erst mein zweites 450er Rennen. Der Zeitplan beim MXoN ist sehr eng, daher war das für mich neue 450er Motorrad noch etwas zu aggressiv eingestellt für diese Strecke, wodurch ich im ersten Rennen Armkrämpfe bekam. Nachdem wir das Setup geändert haben, lief es besser.»

Für die Schweizer war es nach der Verletzung von Valentin Guillod, der am Samstag nach einem Crash und einer Finger- und Nackenverletzung sogar noch ins örtliche Krankenhaus transportiert werden musste, am Ende schließlich doch noch ein versöhnlicher Nations-Abschluss: Arnaud Tonus war in beiden Rennen an der Spitze dabei (4, P8), Jeremy Seewer schlug sich auf der MX2-Maschine mit den Rängen 8 und 11 gut und Rang 13 geht angesichts seiner Verletzung für Valentin Guillod komplett in Ordnung.

«Wir hatten viel Spaß zusammen an diesem Wochenende und sind echte Freunde geworden», meinte Arnaud Tonus noch am Sonntag. Teamsprache war übrigens Englisch: «Valentin und ich sprechen französisch, Jeremy spricht deutsch. So haben wir uns auf englisch als Teamsprache geeinigt.»

Die Kommunikation hat offensichtlich geklappt. Obwohl ein Podium in Reichweite war, kann man Team Schweiz zu diesem Ergebnis nur gratulieren. Trotz ihres Pechs haben die Eidgenossen starke Nationen wie Großbritannien, Australien und  Kanada klar distanziert. Ehre, wem Ehre gebührt!

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