Allrad-Power und Porsche-Driftkünstler

Von Toni Hoffmann
Rallye Sonstiges
Georg Berlandy

Georg Berlandy

60 Teams aus vier Nationen starten bei der 42. ADAC Saarland Rallye, dem vorletzten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft.

Als Favorit zählt der 25-jährige Stuttgarter Mark Wallenwein im allrad-getriebenen Skoda Fabia S2000, der samt Copilot Stefan Kopczyk die Meisterschaft mit 198 Punkten anführt. Neben Georg Berlandy/Peter Schaaf (Stromberg/Mayen) im Peugeot 207 Super 2000 können ihm drei Porsche-Driftkünstler gefährlich werden: Olaf und Alexandra Dobberkau (Schleusingen), Ruben Zeltner/Helmar Hinneberg (Lichtenstein/Lichtenstein) sowie Timo Bernhard (Bruchmühlbach) und Klaus Wicha (Bad Hersfeld), die im Saarland ihre Heimrallye feiern.

Als schnellster Saarländer avanciert Lars Mysliwietz (Piesbach), der sich im Citroën C2R2-Duell gegen Uwe Gropp und Jörg Broschart (beide Schiffweiler) durchsetzen darf. Ergänzt wird das Teilnehmerfeld durch die HJS Diesel Rallye Masters, bei denen Marijan Griebel (Hahnweiler) im Diesel Opel Astra das Feld anführt. Gaststarter aus der Rallye-Weltmeisterschaft ist Hermann Gassner Junior, der sich mit einem Mitsubishi Lancer auf den nächsten Asphalt-Lauf der WM vorbereitet. Die Teams haben eine Streckenlänge von 150 Kilometer auf Bestzeit zu absolvieren, von denen fast 18% auf Schotter zurückzulegen sind.

Mit einem komfortablen Punktevorsprung von 78 Zählern vor Ruben Zeltner kommt Mark Wallenwein als Favorit für Gesamtsieg und Titel der DRM ins Saarland. «Die Saarland Rallye ist bisher immer ein gute Veranstaltung für uns gewesen. Besonders der hohe Schotteranteil kommt unserem Fahrzeug entgegen», so Wallenwein. «Die Stadtrundkurse in Lebach und Dillingen machen immer riesig Spass, und die Atmosphäre in der Innenstadt mit den vielen Zuschauern motiviert uns. 2010 konnte ich bei der Saarland Rallye meinen ersten DRM-Gesamtsieg feiern. Dieses Jahr sieht es in der Meisterschaft gut aus, und ich hoffe, dass ich gemeinsam mit meinem Beifahrer und dem gesamten Team im Saarland den ersten Titel feiern darf.»

Neben Georg Berlandy im Peugeot 207 S2000 möchten auch die Porsche 911 GT3-Piloten um den Gesamtsieg mitfahren: «Die Saarland Rallye bietet für unsere Porsche ein paar schöne schnelle Strecken. Ziemlich viel Zeit werden wir allerdings auf den Schotterpassagen der ‚Lebacher Land’ verlieren. Da wird die Allradkonkurrenz die Nase vorn haben», so Ruben Zeltner. Besonders freut sich Timo Bernhard auf seinen Start, der endlich wieder vor heimischer Kulisse antreten kann: «Wir freuen uns, vor so vielen Fans zu fahren. Gerade bei den Rundkursen ist das ein gigantisches Gefühl.»

Am Freitag geht es bereits ab 17.30 Uhr auf dem Stadtrundkurs in Lebach zur Sache, wobei die Rallyefans am Samstag ab 15.30 Uhr auf dem Dillinger Stadtrundkurs auf ihre Kosten kommen. Vor dem offiziellen Start der Rallyeteams gibt es zahlreiche Rennfahrzeuge aus der Rundstrecke und Bergrennsport zu sehen.

Eine erneute Auflage wird das Duell Citroën gegen Renault in der Klasse der frontgetriebenen Fahrzeuge erleben. So kämpft der Citroën-Youngster Christian Riedemann (Sulingen) gegen Carsten Mohe (Crottendorf) im Renault Mégane RS. «Ich freue mich sehr auf die Saarland Rallye. Es ist schliesslich der vorletzte Lauf der Saison, und wir führen mit 18 Punkten vor Carsten. Wir können hier einen Riesenschritt in Richtung Titel machen. Besonders freue ich mich auf die Nacht-Prüfungen. Wir konnten im Dunkeln teilweise Top-3-Zeiten im Gesamt fahren», so Riedemann. Auf das Duell freut sich auch der Crottendorfer: «Wir kommen schon zum 15. Mal zur Saarland Rallye. In der DRM ist es ein Lauf mit grosser Historie. Die Wertungsprüfungen sind schnell, und es gibt viele Abzweige. Wir haben noch immer eine Chance auf die Meisterschaft und greifen an. Besonders freue ich mich auf die Nachtetappen.»

Das Fanpaket zur ADAC Saarland Rallye mit Programmheft, Ticket, Karten und Sticker gibt es bei allen ADAC Geschäftsstellen (Saarbrücken: Am Staden, Saarlouis: kleiner Markt, Neunkirchen: Lindenallee) sowie ab Freitag im Rallyezentrum am Dillinger Lokschuppen.

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