Red Bull Honda: Startverbot für Davide Giugliano

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Davide Giugliano war nicht in der Lage, das zweite Rennen zu fahren

Davide Giugliano war nicht in der Lage, das zweite Rennen zu fahren

Seit Tagen wurde Davide Giugliano von einer Magen-Darm-Grippe geplagt, vor dem zweiten Rennen der Superbike-WM in Katar am Samstagabend sprach der Rennarzt ein Machtwort.

«Eine Schande, dass ich am letzten Rennen des Jahres nicht teilnehmen konnte», grummelte Davide Giugliano, nachdem ihm der Rennarzt Startverbot erteilte. «Die Magen-Darm-Grippe plagt mich seit einigen Tagen, ich war nicht in der Lage ein Rennen zu fahren.»

Honda-Teammanager Ronald ten Kate steht hinter dieser Entscheidung. «Der körperliche Zustand von Davide wurde immer schlechter», hielt der Niederländer fest. «Es war eine weise Entscheidung des Rennarztes, ihn für unfit zu erklären.»

Nach dem Tod von Nicky Hayden und der Verletzung von Stefan Bradl sprang Giugliano auf dem Lausitzring, in Magny-Cours, Jerez und Doha bei Red Bull Honda als Ersatzfahrer ein. Sein bestes Ergebnis holte er mit Rang 8 bei Mischbedingungen in Frankreich.

«Ich danke Honda für die Chance, dass ich in die Superbike-WM zurückkehren konnte», sagte der Römer, der sich nach einem Sturz im Frühjahr von seinem BSB-Team Tyco BMW trennte. «Das war ein schwieriges Jahr für das Team, aber ich bin mir sicher, dass sie das Ruder schon bald herumreißen. Ich hoffe, dass ich mit meiner Arbeit dazu beitragen konnte, die Weichen für eine gute Zukunft zu stellen.»

Wie es sportlich mit dem Römer weitergeht, ist unklar. «Ich würde gerne wieder Superbike-WM fahren», hielt er fest. Gleichzeitig merkte Giugliano bei seinen Gasteinsätzen aber auch, dass er nicht mehr den Speed und die Aggressivität von vor seinen schlimmen Stürzen hat. Er erlitt mehrfach Wirbelbrüche und verlor nach der Saison 2016 seinen Platz im Ducati-Werksteam. Auf bestem Material fuhr er in der WM zwar 14 Mal aufs Podium, eroberte aber nie einen Sieg.

«Langsam dämmert Davide, dass etwas in ihm zerbrochen ist», meinte ein Vertrauter von ihm in Katar zur Tatsache, dass ihm der junge Jake Gagne (zweimal Platz 12) ohne jegliche WM-Erfahrung das ganze Wochenende einen Schritt voraus war.

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