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Dominique Aegerter (Kawasaki): Gut gepokert, dennoch alles verloren
Nach seinem Sturz im ersten Superbike-Lauf stand für Álvaro Bautista am Sonntag auf Phillip Island Schadensbegrenzung im Fokus – was dem Ducati-Privatier insbesondere im Nassen hervorragend gelang.
Beim Phillip-Island-Test am 16./17. Februar agierte Álvaro Bautista unauffällig, was jedoch schwer einzuschätzen war. Denn der Spanier war damit beschäftigt, sich mit der neuen Ducati und vor allem mit seinem neuen Team und Crew-Chief einzuspielen.
Erst am Rennwochenende wurde offensichtlich, dass der 41-Jährige im Rückstand ist. «Wir sind mit dem Motorrad, dem Team und mir selbst noch nicht so weit», bestätigte Bautista gegenüber SPEEDWEEK.com. «Erst am Samstag haben wir angefangen, uns mit den Einstellungen der Elektronik zu beschäftigen, und es hat definitiv etwas gebracht. Bisher hatten wir dafür keine Zeit und kümmerten uns zunächst um das Set-up.»
Doch in der Superpole am Samstagvormittag sprang nur Startplatz 12 heraus, gefolgt von einem vermeidbaren Sturz im ersten Lauf. «Im Qualifying fehlte etwas Grip, was zu einer weniger als idealen Startposition für das erste Rennen führte», erklärte der Spanier. «Im Rennen machte ich in der zweiten Runde einen Fehler: In Kurve 11 berührte ich ganz leicht den Schalthebel, das Motorrad schaltete dadurch in den vierten Gang, schob nach vorn und ich verlor die Kontrolle über das Vorderrad.»
Im Sprintrennen über nur zehn Runden muss alles perfekt laufen, um aus der vierten Startreihe eine vordere Platzierung einzufahren. Als Siebter gelang Bautista zumindest eine deutliche Verbesserung seiner Startposition für den zweiten Lauf – und die nutzte der Routinier für einen versöhnlichen dritten Platz, trotz der chaotischen Bedingungen. «Schon im Superpole-Race war ich konkurrenzfähiger als beim Test und zuvor am Rennwochenende. Das war wirklich ein Fortschritt», lobte Bautista die Arbeit seines Barni-Teams. «Auf nasser Piste im zweiten Lauf ist das Gefühl mit dem Motorrad wichtiger, aber auch damit war ich glücklich, denn ich hatte nie das Gefühl, ein großes Risiko einzugehen. Die ersten Runden waren nicht so einfach, weil die Sicht wegen der Gischt eingeschränkt war. Sobald ich aber freie Sicht hatte, konnte ich eine gute und sichere Pace fahren.»
Bautista hat die Hoffnung nicht aufgegeben, trotz seines Wechsels ins Ducati-Kundenteam von Marco Barnabo um den Titel zu kämpfen. «Ich benötige noch etwas Zeit, um das Motorrad zu verstehen und auch, um die Zusammenarbeit mit dem Team zu verbessern», beteuerte der zweifache Superbike-Weltmeister. «Wirklich positiv ist, dass wir mit der 2026er Ducati neue Dinge ausprobieren. Bis vergangenes Jahr haben wir immer ausgehend vom bekannten Set-up Verbesserungen gesucht, jetzt beschreiten wir auf der Suche nach der besten Abstimmung neue Wege.»
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