Michael van der Mark (Yamaha): Motorrad-Trilogie 2017

Von Sascha Weingrill
Superbike-WM

Ein ereignisreiches Jahr 2017 neigt sich für Michael van der Mark dem Ende. Er kam sowohl in der Superbike-WM, MotoGP und beim 8-Stunden-Rennen von Suzuka zum Einsatz. Gewinnen konnte er nur in einer Serie.

Michael van der Mark ist seit 2015 Stammfahrer in der Superbike-WM, 2017 bestritt er die erste Saison für das Yamaha-Werksteam. Mit zwei Podestplätzen in Portimao (2./Lauf 2) und Magny-Cours (3./Lauf 1) und weiteren zehn Platzierungen in den Top-5 schlug er sich tadellos. Nur ein Laufsieg blieb dem Niederländer auch in seiner dritten Saison verwehrt.

Mit 223 Punkten konnte er sich WM-Rang 6 sichern, landete dabei allerdings direkt hinter seinem Teamkollegen Alex Lowes. In Sachen schnellste Rennrunde konnte er Lowes aber übertrumpfen – in Lauf 1 von Misano lieferte van der Mark die schnellste Rennrunde ab. Im Jahr zuvor konnte er sich noch den vierten WM-Rang schnappen.

Doch Grund zum Frust herrscht bei van der Mark nicht. Zumal er abseits der Superbike-WM nach 2013 und 2014 auch dieses Jahr den Sieg im prestigeträchtigen 8 Stunden-Rennen von Suzuka davon tragen konnte. Damit zählt er zu einem elitären Kreis weniger Fahrer, dem dieses Kunststück gelang. Seine Teamkollegen im Team von Yamaha waren der Japaner Katsuyuki Nakasuga und sein Superbike-Teamkollege Alex Lowes.

Während der Superbike-Saison musste van der Mark vier Nuller hinnehmen. Sein Ausscheiden beim Heimrennen von Assen beschäftigte den 25-Jährigen besonders. Nach einem mittelmäßigen Start kämpfte er sich vor heimischen Publikum Position um Position nach vorne. Danach verstrickte er Jonathan Rea (Kawasaki) und Chaz Davies (Ducati) in sehenswerte Zweikämpfe. Van der Mark wollte unbedingt den Sieg – übertrieb es aber in der vorletzten Rennrunde. In Kurve 3 klappte ihm bei seiner Yamaha R1 das Vorderrad ein und schied somit in aussichtsreicher Position aus. Platz 4 im zweiten Rennen am Tag danach diente als Schadensbegrenzung.

Tragisch für den Supersport-Weltmeister von 2014 auch der Sturz in Führung liegend im ersten Superbike-Lauf in Misano - ein Reifenschaden verhinderte den durchaus möglichen Sieg! 

Kurios blieb seine Einberufung des Yamaha-MotoGP-Teams in Erinnerung. Nach der schweren Schien-und Wadenbein-Verletzung von Superstar Valentino Rossi wurde van der Mark als dessen Ersatz für den Grand Prix von Aragón benannt. Fahren durfte der Niederländer allerdings an diesem Wochenende letztlich doch nicht, denn Rossi war fit genug, um selbst anzutreten. Van der Mark trug die sicherlich unangenehme Situation mit Fassung.

Unerwartet gelang ihm 2017 aber doch noch sein MotoGP-Debüt. Durch die Erkrankung von Tech3-Yamaha-Pilot Jonas Folger kam er als Ersatzfahrer beim GP von Malaysia auf der Yamaha M1 zum Einsatz. Mit Rang 16 blieb er nur knapp außerhalb der Punkteränge. Danach durfte er auch das MotoGP-Saisonfinale in Valencia bestreiten, kam aber nur als 17. und somit als Letzter ins Ziel.

Die Saison 2018 nimmt van der Mark erneut für das Pata-Yamaha-Team in der Superbike-WM in Angriff. Das große Ziel lautet weiterhin zumindest einen Sieg zu holen.

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