Triple-M Honda sagt Katar ab: Marinos Bein gebrochen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Dem Franzosen Florian Marino wurde als Ersatzfahrer im Team Triple-M Honda eine großartige Chance geboten, sich in der Superbike-WM zu empfehlen. Doch im zweiten Rennen in Argentinien brach er sich den Unterschenkel.

Nach dem letzten Europa-Event in Magny-Cours gingen Patrick Jacobsen und das Team Triple-M Honda getrennte Wege. Für die Rennen in Argentinien und Katar wurde der 25-jährige Franzose Florian Marino verpflichtet, dieses Jahr Fünfter der Superstock-1000-EM.

Im ersten Rennen am Samstag konnte er auf dem San Juan Villicum Circuit lange mit den Red-Bull-Piloten Leon Camier und Jake Gagne mithalten und hatte mit Platz 11 einen starken Einstand in der Weltmeisterschaft.

Im zweiten Lauf stürzte Marino in der zweiten Runde und brach sich den rechten Unterschenkel. «In Katar kann er nicht fahren, wir haben unseren Start bereits abgesagt», teilte Teamchef Matthias Moser SPEEDWEEK.com mit.

Marino bleibt vom Pech verfolgt. Im Mai 2015 brach er sich in Imola mehrfach den linken Unterarm, 2016 in Assen das Schien- und Wadenbein, den Oberschenkel sowie das Becken.

Matthias, wieso wurde die Zusammenarbeit mit PJ Jacobsen beendet?

Wir haben uns auf eine Trennung geeinigt, weil die Ergebnisse nicht mehr gestimmt haben. Das Team und PJ haben es für besser befunden, wenn wir uns trennen, deshalb brauchte ich einen neuen Fahrer. Es gab verschiedene Optionen, ich habe das mit meinem Teammanager Manuel Cappelletti lange diskutiert, er kennt Florian Marino sehr gut. Markus Reiterberger hat abgesagt, den haben wir auch gefragt. Es gab noch verschiedene andere, aber wir haben uns für Marino entschieden – das war offensichtlich kein Fehler, wenn wir und das erste Rennen ansehen.

Reiterberg als Superstock-Europameister wäre eine naheliegende Wahl gewesen, Marino fuhr dieses Jahr nur einmal aufs Podest, als Dritter in Brünn.

Das macht nichts, ich kenne ihn schon länger. In der Supersport-WM hatte er mal einen Crash mit meinem Sohn Marc, damals lagen sie zusammen im Medical Center. Als mein Team noch Superstock 1000 fuhr, habe ich Marino auf der Strecke beobachtet, er fuhr immer sehr aggressiv und hat das Maximale aus dem Motorrad rausgeholt. Mehr ging mit der Stock-Yamaha dieses Jahr wohl nicht.

Manuel Cappelletti hat mit ihm schon in der Supersport-WM zusammengearbeitet und hält sehr viel von ihm. Die Yamaha-Leute haben auch gesagt, dass er von den Daten in Stock 1000 immer top und nichts einzuwenden war. Deshalb gaben wir ihm eine Chance.

Er hätte die Rennen in Argentinien und Katar fahren sollen?

Ja, das war immer klar. Jetzt kann er mit seinem Beinbruch leider nicht in Katar fahren, deshalb haben wir unseren Start abgesagt.

Hast du damit gerechnet, dass er sich gegenüber den anderen zwei Honda-Fahrern so gut schlägt?

Niemals im Leben. Man muss sich mal überlegen, was das für eine gute Leistung war. Neue Strecke, neues Motorrad, neue Klasse, das Motorrad völlig anders als die Yamaha in Superstock 1000, und dann wird er Elfter! Im Warm-up am Sonntag war er 14. und damit sogar schneller als Camier. Das konnte keiner erwarten, ich finde das Klasse. Marino ist ein junger Kerl, top motiviert und gibt dem Team super Rückmeldungen. Sein Wechsel zu uns hat das Team und auch mich motiviert.

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