BMW-Star Tom Sykes: «Es gab keinen Grund zur Panik»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Der zweite Superbike-Testtag von BMW-Werksfahrer Tom Sykes in Jerez wurde durch einen Sturz am Morgen stark beeinträchtigt. Der Engländer ist überzeugt, dass er ohne das Malheur weit vorne gelandet wäre.

Am Mittwoch ließ Tom Sykes mit der drittschnellsten Zeit aufhorchen, am Donnerstagmorgen fuhr er auf Anhieb eine Zehntelsekunde schneller. Seine 1:40,7 min taucht in der offiziellen Zeitenliste aber nicht auf, weil er sie ohne Transponder fuhr. Seine offiziell beste Runde fuhr er nach seinem Sturz am Morgen in 1:41,206 min mit lädiertem Arm kurz vor Testende.

«In die letzte Kurve hinein hatte ich ein Problem, für das ich nichts konnte – es war kein Fahrfehler», erzählte Sykes SPEEDWEEK.com. Was das Problem mit dem Motorrad war, behielt er für sich. «Das war jetzt der fünfte Tag auf dem Motorrad und wir hatten zum ersten Mal ein Problem – das kann sich sehen lassen. Und wir haben etwas daraus gelernt. Wenn ich mich schinde und mir den Arm anhaue und es führt zu etwas, dann bin ich zu diesem Opfer bereit.»

Der Weltmeister von 2013 ist fest davon überzeugt, dass er mit einem normalen Testtag nahe an die schnellsten Zeiten auf Rennreifen rangekommen wäre, diese lagen bei 1:39,7 min: «Ich fuhr meine schnellste Runde am Morgen mit hartem Hinterreifen. Am wärmeren Nachmittag hätte ich den weicheren Reifen genommen, die Strecke wurde auch immer schneller. Meine Zeit am Morgen war zu dieser Zeit konkurrenzfähig, selbst nach einigen Runden war ich nur wenige Zehntelsekunden langsamer. Wir versuchten verschiedene Mappings, dann hatten wir das Problem. Das sind Kinderkrankheiten, aber wir haben viel daraus gelernt. Ich ging davon aus, dass uns solche Tage früher erwischen.»

Sykes verlor durch den Sturz mehrere Stunden Testzeit. «Das zweite Motorrad hatte eine andere Geometrie, es mussten viele Sachen umgebaut werden», schilderte das BMW-Ass. «Außerdem waren wir nicht in Eile. Das Motorrad ist bereits auf einem guten Level, es gab keinen Grund für Panik. Ich sehe den Donnerstag nicht als negativ, trotz allem was passiert ist. Auf diese Informationen können wir aufbauen.»

Zeiten Jerez-Test, Donnerstag, 24. Januar 2019:

1 Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:39,160 min
2 Alex Lowes (GB), Yamaha, 1:39,372
3 Leon Haslam (GB), Kawasaki, 1:39,502
4 Alvaro Bautista (E), Ducati, 1:39,620
5 Toprak Razgatlioglu (TR), Kawasaki, 1:39,942
6 Sandro Cortese (D), Yamaha, 1:40,075
7 Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:40,145
8 Marco Melandri (I), Yamaha, 1:40,469
9 Michael Ruben Rinaldi (I), Ducati, 1:40,540
10 Chaz Davies (GB), Ducati, 1:40,621
11 Leandro Mercado (RA), Kawasaki, 1:40,794
12 Eugene Laverty (IRL), Ducati, 1:40,879
13 Jordi Torres (E), Kawasaki, 1:41,066
14 Tom Sykes (GB), BMW, 1:41,206 (1:40,7 ohne Transponder)
15 Markus Reiterberger (D), BMW, 1:41,231
16 Alessandro Delbianco (I), Honda, 1:42,353

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