Superbike-WM

Markus Reiterberger glaubt: Sykes’ Weg für ihn falsch

Von - 25.07.2019 10:32

BMW-Pilot Markus Reiterberger hat zusammen mit seinem Crew-Chief Pete Benson bis heute keine Basisabstimmung für seine S1000RR gefunden. «Wir sind in einem Tunnel», klagt der Superbike-WM-Pilot.

Mit den Rängen 15, 12 und 13 in Laguna Seca ging Markus Reiterberger in die achtwöchige Sommerpause der Superbike-WM. Der Bayer klagt nach wie vor über mangelndes Gefühl für sein Motorrad, nur in Assen und Imola schaffte er es in die Top-10 und liegt nach 25 von 37 Rennen mit 60 Punkten auf Gesamtrang 14. Teamkollege Tom Sykes hat 170 Punkte und ist Achter.

«Ich kann das Motorrad nicht abbremsen und in den Kurven schiebt es mich nach außen. Das macht es schwierig, eine schnelle Runde zu fahren», erklärte Reiti SPEEDWEEK.com. «Ich fahre jetzt wie Sykes mit Daumenbremse und versuche wirklich alles, um mich bestmöglich an das Paket anzupassen. Aber das gestaltet sich weiterhin sehr schwierig für mich. Ich fühle mich schon länger nicht mehr wohl auf dem Bike, versuche aber alles zu machen, was mir das Team aufträgt. Wir versuchen alle unser Bestes, ich versuche, meinen Fahrstil ans Paket anzupassen und das so zu machen, wie es Sykes macht.»

Markus, ist der Weg von Sykes der einzige mit der neuen S1000RR, oder ginge deiner auch?

Jeder Fahrer hat eine eigene Abstimmung. Ich fahre nicht die gleiche wie Sykes, aber ähnlich. Er hat einen einzigartigen Fahrstil, der mit diesem Motorrad perfekt harmoniert. Ich habe bis auf ein paar Strecken, die mir zugesagt haben, schon das ganze Jahr Schwierigkeiten. Wir müssen etwas am Bike finden, das meinem Fahrstil entgegenkommt. Ich versuche alles, komme aber nicht vom Fleck.

Kann man jedes Motorrad so abstimmen, dass es zum Fahrstil von jedem Fahrer mehr oder weniger passt?

Ich denke schon. Um das pauschal sagen zu können, habe ich vielleicht zu wenig Erfahrung. Aber wir waren in Assen ja schon mal nahe dran. Wenn man in den Bereich kommt, in dem man sich einigermaßen wohlfühlt auf dem Bike, dann kann man auch seinen Fahrstil anpassen. Aber wenn man sich generell nicht wohlfühlt und daneben liegt, dann ist das extrem schwierig. Dann kann man machen was man will, man findet nicht das Entscheidende, was einen nach vorne bringt. In diesem Tunnel sind wir momentan drin. Deshalb ist es wichtig, dass man zusammenhält, im Team weiterarbeitet und nicht aufgibt.

Wäre es für deine Karriere hilfreich, wenn du mal etwas anderes gefahren wärst als eine BMW?

Das weiß ich nicht, für den Erfahrungsschatz bestimmt. Ich fuhr ja zumindest verschiedene Superbikes von BMW und weiß, wie sich ein gutes Bike anfühlen muss.

Ich habe dem Team geschildert, was ich auf dem Motorrad fühle, es ist noch gleich wie im Januar. Vielleicht müssen wir den Bereich, in dem wir immer waren, mal verlassen und etwas anderes probieren. Wir machten in Laguna während des Wochenendes kleine Schritte in die richtige Richtung, die generellen Sachen blieben aber, da stehen wir an. Mein einziger Vergleich ist Sykes, wir versuchen immer dorthin zu kommen. Das ist für mich aber vielleicht nicht das Richtige – ich komme so nicht zurecht.

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Markus Reiterberger, Pete Benson und Marc Bongers (v.l.) © BMW Markus Reiterberger, Pete Benson und Marc Bongers (v.l.) Markus Reiterberger hadert mit der neuen BMW S1000RR © BMW Markus Reiterberger hadert mit der neuen BMW S1000RR
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