Carlos Checa: «Rossi hat es mir bewiesen»

Von Mike Powers
Superbike-WM
2004: Von Vale Rossi lernte Carlos Checa (re.) viel über sich

2004: Von Vale Rossi lernte Carlos Checa (re.) viel über sich

Carlos Checa war der Dominator der Saison 2011. In Zeiten des Erfolges vergisst der Spanier auch die schlechten Tage nicht.

«Wenn du Weltmeister bist, klopfen dir alle auf die Schulter», weiss Carlos Checa. «Es hat lange gedauert, bis ich es ganz nach oben geschafft habe. Besonders während meiner MotoGP-Zeit hatte ich viele Rückschläge, musste erkennen, dass es bessere Fahrer gibt als mich.»

«Dass ich nicht alles aus dem Motorrad heraushole, wurde mir 2004 besonders deutlich vor Augen geführt, als Valentino Rossi zu Yamaha kam», erinnert sich der Spanier. «Ich war davon überzeugt, dass die Yamaha ein gutes Motorrad ist, aber nicht gut genug, um Honda zu schlagen und Rennen zu gewinnen. Dann kam Valentino, Yamaha hängte sich richtig rein, und er war sofort ein Siegfahrer. Zur damaligen Zeit musste ich sehr ehrlich zu mir sein. Mir wurde klar, dass ich keinen guten Job machte, Schwachstellen hatte.»

Checa ortet seine damaligen Schwächen vor allem im Mentalen: «Wenn du niemanden um dich herum hast, der besser ist als du, entscheidest du dich automatisch für den einfachsten Weg. Das waren in meinem Fall Entschuldigungen. Wenn dann aber einer kommt, der auf dem gleichen Motorrad schneller ist, musst du akzeptieren, dass es an dir liegt. Damals realisierte ich, dass ich nicht auf dem Level eines MotoGP-Weltmeisters fahre. Valentino hat es mir bewiesen. Gleichzeitig hat er mich aber auch motiviert, härter zu arbeiten und Dinge besser zu machen.»

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