2014: Wie über 100.000 Euro gespart werden können

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Eine Werksgabel von Öhlins kostet ein Vermögen

Eine Werksgabel von Öhlins kostet ein Vermögen

Nächste Woche treffen sich die Vertreter der Hersteller im MotorLand Aragón um herauszufinden, wo in Zukunft gespart werden kann.

Die Vorgabe des neuen Superbike-WM-Vermarkters Dorna ist unmissverständlich: Der Sport muss billiger werden. «Ich will mich ins technische Reglement gar nicht im Detail einmischen, so lange wir die Kosten auf sinnvolle Weise unter Kontrolle bringen», sagte Dorna-Geschäftsführer Carmelo Ezpeleta im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wichtig ist, dass die Kundenmotorräder den Werksmaschinen ebenbürtig sind, und dass wir ein Reglement finden, das relativ einfach zu überwachen ist.»

Ezpeleta schlug vor, dass es für die Motorräder einen Kostendeckel von 250.000 bis 300.000 Euro pro Fahrer und Saison geben soll. Mit diesem Vorschlag stieß der Spanier im Superbike-Fahrerlager auf wenig Verständnis. Privatteams wie Pedercini Kawasaki geben ohnehin viel weniger Geld aus. Und bei Werksteams lässt sich nicht kontrollieren, wie viel Geld verbraten wird.

Sinn macht diese Regelung nur dann, wenn die Werke von der Dorna gezwungen werden, bis zu vier Motorräder an Kunden zu liefern – und diese dann nicht mehr als der vorgeschlagene Maximalpreis kosten. Gegen diesen Vorschlag wehren sich die Hersteller aber nach Kräften.

In der Realität ist es ohnehin so, dass nur Aprilia ein echtes Werksteam hat. Alle anderen Hersteller arbeiten schon jetzt mit Teams wie Ten Kate (Honda), Motocard (Kawasaki), Alstare (Ducati), Feel (BMW) oder Crescent (Suzuki) zusammen. Diese Hersteller und Teams können nur schwer vorstellbar zusätzlich Privatteams ausrüsten.

Kostendeckel für Federelemente

Viel wahrscheinlicher ist deshalb, dass es beim nächsten Treffen zwischen Dorna, Teams und Herstellern kommende Woche in Aragón zu einer Einigung bezüglich standardisierten und somit günstigeren Teilen sowie einer Limitierung der Anzahl Motoren kommen wird.

Denkbar ist, dass jeder Hersteller diverse Kit-Teile homologieren lassen kann. Diese müssen frei auf dem Markt erhältlich sein und dürfen ausschließlich verwendet werden. So sollen teure Eigenentwicklungen unterbunden werden.

Was voraussichtlich kommen wird, ist ein Kostendeckel für die teuren Federelemente. Bis auf Kawasaki (Showa) verwenden alle Topteams Federelemente der schwedischen Firma Öhlins. Ein Werkspaket für zwei Fahrer kostet pro Saison zirka 250.000 Euro! Die Gabeln sind dabei aber nur geleast, Service ist eingeschlossen. Nun soll beschlossen werden, dass die normale TTX-Gabel vorgeschrieben wird, nur die Innereien sollen noch tauschbar sein. So könnten die Kosten halbiert werden, ein Team mit zwei Fahrern über 100.000 Euro pro Saison sparen.

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