Yamaha: Mehr Kundensport wie BMW – nur besser?

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Andrea Dosoli managed für Yamaha das Kundensport-Programm

Andrea Dosoli managed für Yamaha das Kundensport-Programm

BMW hat es vorgemacht und nun schwenkt auch Yamaha auf die Strategie ein, den Kundensport gezielt zu unterstützen. Projektleiter Andrea Dosoli beschreibt die neue Yamaha-Strategie.

An Erfolg im Zweiradsport mangelt es Yamaha freilich nicht. Sechs WM-Titel erreichten die Japaner in der MotoGP allein in den vergangenen elf Jahren, in der Superbike-WM dominierten sie zuletzt 2009 mit Ben Spies und in der Supersport-WM konnte 2013 der letzte Fahrertriumph gefeiert werden. Einziges Problem: Ohne Unterstützung durch das Werk blieben die Ergebnisse in der Regel aus.

Mit Einführung der neuen Yamaha R1 soll sich das ändern. Kundenteams soll zukünftig alles an die Hand gegeben werden, um erfolgreich zu sein. So macht es auch BMW. Das Vorhaben von Yamaha klingt denn auch wie eine Kampfansage an das bayerische Programm. «In der Vergangenheit hatten wir in der Superbike-WM ein sehr starkes Team, waren aber bisher nicht in der Lage, Teams auf lokalem Niveau ausreichend zu unterstützen», erklärt Yamahas Projektleiter Andreas Dosolo. «Nun wollen wir alle unterstützen - von denen, die nur als Hobby fahren, bis zu denen, die auf nationalem oder internationalem Niveau unterwegs sind - und die R1 so stark wie möglich entwickeln. Wir wollen versuchen, überall konkurrenzfähig zu sein: In der BSB, der IDM, der World Endurance und den Stock Kategorien.»

International erfolgt das Debüt der brandneuen R1 im Superstock-1000-Cup 2015. «Das ist das erste wirklich Renn-orientierte Bike», verspricht der erfahrene Dosoli. «Das Bike hat bei einem Test in Spanien hohes Potential gezeigt und wir haben mit Florian Marino und Kev Coghlan zwei starke Fahrer. Beide mögen das Motorrad und sind schon bereit für das erste Rennen. Wir arbeiten noch an ein paar Details, aber wir sind zuversichtlich, dass wir ab Aragon konkurrenzfähig sein können. Daneben unterstützen wir zwei weitere Teams. Eines ist Trasimeno mit Jeremy Guarnoni und das andere ist das Team Guandalini mit Michele Magnoni. Ehrlich gesagt können wir mit diesen vier Fahrer konkurrenzfähig sein und das wirkliche Potential der neuen R1 zeigen.»

Auch auf nationaler Ebene und der Langstreckenweltmeisterschaft hat sich Yamaha mit etablierten Teams verbündet. «Wir werden insgesamt fünf offizielle Teams in vier verschiedenen Meisterschaften unterstützen», bestätigt Dosoli. «Zwei Teams auf nationaler Ebene, in der BSB und der IDM sowie zwei Teams in der Endurance-WM.»

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