Der Beginn einer deutsch-ungarischen Freundschaft

Von Rudi Hagen
Uwe Gürck, der Feuerwehrmann und das F1-Gespann

Uwe Gürck, der Feuerwehrmann und das F1-Gespann

Auf dem Weg vom Pannoniaring in Westungarn zum Hungaroring in der Nähe von Budapest machten Uwe Gürck und Albert Raesfeld Bekanntschaft mit freundlichen Budapester Feuerwehrleuten.

Der Sidecar-Racer Uwe Gürck aus Münstertal und Reifenmann Albert Raesfeld aus Lüdinghausen sind zu den Rennen der Seitenwagen-WM und der IDM Seitenwagen mit langen Gefährten unterwegs. Raesfeld fährt einen 7,5 t schweren Truck mit eingebauter Wohn-/Schlafkabine und einem Hänger für die Reifen.

Uwe Gürck, mit 68 Punkten momentaner Vierter in der WM und Führender der IDM, ist zusammen mit Ehefrau Angelika in einem komfortablen 6-Tonner-Wohnmobil mit Anhänger für die Technik unterwegs. Insgesamt misst das Gespann nicht weniger als 17,90 m.

Nach den beiden WM-Läufen auf dem Pannoniaring wollte man ein paar Tage in Budapest auf einem Campingplatz Station machen, um anschließend zur IDM auf dem Hungaroring zu fahren. «Bitte schön, kommen sie her, alles wird gut, wir haben genug Platz für sie», war die Auskunft am Camping Haller in Ungarns schöner Hauptstadt bei der telefonischen Reservierung.

So einfach war es dann aber doch nicht. Der Campingplatz, zentral in der Stadt im IX. Bezirk Ferencváros (Franzenstadt) am Ostufer der Donau gelegen, hat zwar mehrere Zufahrten, aber keine war geeignet, derart lange Geräte um die Kurve durchzulassen.

Was nun? Auf der anderen Straßenseite lag ein freier Platz mit einem Amtsgebäude. «Tüzoltóság» stand dort über dem Eingang, eine Feuerwehrstation. Die Profis im «Katasztrófavédelem» (Katastrophenmanagement), wie auf ihren Uniformen stand, waren freundlich, aber bestimmt.

Nach einigen Telefonaten mit höheren Stellen kam der Chef, ließ sich die Situation noch eingehend erklären und siehe da, die Anhänger durften auf dem Platz vier Tage sicher stehen. Die deutsche Sidecar-Truppe konnte ihre Zugmaschinen auf den Campingplatz fahren und einer Sightseeing-Tour durch die Donau-Metropole stand nichts mehr im Wege.

Als es ein paar Tage später an die Abfahrt ging, wollten die Feuerwehrleute gerne mal die Flugzeuge sehen. Flugzeuge? «Na bitte, für das Red Bull Air Race an der Donau am Wochenende», so der Kommandant freudig. Das Missverständnis war schnell aufgeklärt und alle hatten viel zu lachen.

Uwe Gürck lud die Beamten anschließend ein, sein BMW-Gespann im Hänger zu besichtigen. Da war das Staunen groß, dass kannten die wackeren Männer von der Lösch- und Katastrophenfront noch nicht. Gürck bekam prompt das Angebot, das große Feuerwehrauto einmal durch die Stadt kutschieren zu dürfen, dafür wollten die Budapester gerne mal ein paar Runden auf dem Feuerwehrplatz mit dem F1-Gespann drehen.

Dazu kam es natürlich nicht. Aber die Deutschen hatten neue Freunde gefunden und die Feuerwehrleute die Erkenntnis, dass in einen Hänger kein Flugzeug, wohl aber ein F1-Gespann passt.

Viszontlátásra – auf Wiedersehen, Ungarn.

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