Wieder ein blinder Schiedsrichter

Von Jan Sievers
Speedway
Rene Schäfer

Rene Schäfer

Schiedsrichter-Entscheidungen sind Tatsachen-Entscheidungen, an denen nicht zu rütteln ist. Das bekam auch das deutsche Team in Stralsund zu spüren.

Deutschland war nach einem magerem Anfang wieder voll im Rennen um die Medaillen in der Speedway-Paar-EM, als im Duell gegen Russland [*Person Denis Gizatullin*] das deutsche Duo sprengte und den Führenden Kroner in der letzten Kurve mit aller Gewalt überholen wollte. Dass der Russe dabei, wie er später fairerweise zugab, mit einem guten Meter Abstand zur Innenkante durchs Innenfeld fuhr, sahen alle bis auf den Schiedsrichter – [*Person Woiciech Grodzki*] disqualifizierte den Russen nicht.

Auch Bilder von der deutlichen Fahrlinie auf dem Rasen des Innenfelds oder gar eine Besichtigung der Stelle, kamen für den Schiedsrichter, der schon bei einigen Grands Prix mit fragwürdigen Entscheidungen ins Rampenlicht kam, nicht in Frage. Auch in der Jury-Sitzung nach dem Rennen stand Grodzki im Mittelpunkt. Ausgiebig wurde bis 22 Uhr über die Vorgehensweise bei dem EM-Finale diskutiert.

Wir sprachen mit dem deutschen Teammanager [*Person René Schäfer*].

Ihr wolltet Protest gegen die Schiedsrichterentscheidung einlegen, was ist dabei rausgekommen?
Wir haben im Affekt nicht dran gedacht, dass die Rennleitung gar keinen Protest gegen Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters annehmen darf. Als ich beim Schiri angerufen habe, hat er nach zwei Sätzen einfach wieder aufgelegt.

Zum Glück hat Tobias Kroner das Stechen gegen Jurica Pavlic gewonnen, sonst wärt ihr um die Silbermedaille betrogen worden. Hast du mit einer Medaille gerechnet?

Nicht gerechnet, aber schon drüber nachgedacht. Aber nach dem Auftakt hatte ich alles komplett abgeschrieben, doch dann haben die anderen auch Federn gelassen, und wir sind zurückgekommen.

Hast du erwartet, dass [*Person Roberto Haupt*] so stark mitmischt?
Ja natürlich, sonst hätte ich ihn nicht nominiert. Man nominiert keinen einfach so. Es war auch für ihn eine Anerkennung, weil er die letzten drei bis vier Jahre so konstant gefahren ist. Nicht der Überfahrer schlechthin, aber er hat immer ordentlich Konstanz gezeigt.

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