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Bartosz Zmarzlik: «Du musst damit klarkommen, der Beste sein zu wollen»

Seit 2018 beendete Bartosz Zmarzlik die Speedway-WM als Erster oder Zweiter, sechsmal wurde er Champion. Im Exklusiv-Interview verrät der Pole, wann ihm klar wurde, dass er zu Großem berufen ist.

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Bartosz Zmarzlik gegen Rookie Brady Kurtz war das WM-Duell des Jahres 2025, erst im letzten Grand-Prix-Lauf wurde der Titel entschieden. Zmarzlik brauste in zehn Rennen neunmal ins Finale und stand dreimal zuoberst auf dem Podium. Herausforderer Kurtz gewann die letzten fünf Rennen in Folge und stellte damit einen Rekord auf.

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«Brady hatte eine hervorragende erste Saison im Grand Prix», lobte Zmarzlik im Vier-Augen-Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Silber beim Debüt und die ganze Saison im Kampf um Gold nahe an mir dran. Mir hat das gefallen, wir hatten beide den gleichen Traum. Das hat meine Medaille aufgewertet, weil mir der Titel nicht leichtfiel und ich bis zur letzten Minute hart darum kämpfen musste. Ich kenne Brady seit vielen Jahren, wir fuhren früher zusammen in Schweden für Vetlanda. Damals waren wir Teamkollegen, jetzt lieferten wir eine großartige Show im Grand Prix ab.»

Es kommt selten vor, dass ein GP-Einsteiger in seiner ersten Saison sofort um den Titel kämpfen kann. Als Sieger des Challenges 2015 in Rybnik zog Zmarzlik in den Grand Prix 2016 ein und holte als Dritter sofort eine WM-Medaille. 2017 rutschte er auf Gesamtrang 5 ab, im Jahr darauf war er Vizeweltmeister. Seit 2018 wurde «Bartek» sechsmal Champion, nur 2021 musste er sich dem Russen Artem Laguta beugen.

«Brady fährt seit vielen Jahren in der polnischen Liga, seine Erfolge zeigen, wie hoch der Level dort ist», erklärte Zmarzlik. «Die Fahrer aus der Weltmeisterschaft fahren in der polnischen und schwedischen Liga alle zwei- oder dreimal die Woche gegeneinander. Das macht es nicht einfacher für den Grand Prix, letztlich ist es dort aber nur anders. Es sind andere Bahnen und du musst dich mental darauf einstellen. Das Gefühl in einem Grand Prix ist ein anderes, der Druck ist höher. Du musst damit klarkommen, dass du der Beste in deinem Sport sein möchtest.»

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Der 30-Jährige weiter: «Ich liebe es, Meisterschaften zu bestreiten. Als ich in meiner ersten GP-Saison die Bronzemedaille gewann, bekam ich das Gefühl, dass alles möglich ist. Ich wusste nicht wann, mir wurde aber klar, dass es so ist. Ich fokussierte mich also noch mehr und arbeitete härter. Wichtig ist auch, dass dein gesamtes Umfeld den gleichen Traum hat. Gehörst du in der Liga zu den Besten, dann können dir auch sehr gute Resultate im Grand Prix gelingen. 60 Prozent des Erfolgs ist Kopfsache. Es ist aber auch so, dass selbst dem besten Fahrer mit einem schlechten Motorrad keine herausragenden Ergebnisse gelingen.»

Mit sechs Goldmedaillen ist Zmarzlik inzwischen gleich erfolgreich wie Tony Rickardsson und Ivan Mauger, die Besten der seit 1936 ausgetragenen, ältesten Motorrad-Weltmeisterschaft. Sie liegen im Medaillenspiegel nur deshalb vor dem Polen, weil sie eine zusätzliche Silbermedaille erobert haben. Rickardsson hat außerdem noch eine weitere Bronzemedaille.

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