«14 Läufe sind zu wenig!»

Kolumne von Richard Speiser
Speedway
Speiser: «Dem Fan muss mehr geboten werden»

Speiser: «Dem Fan muss mehr geboten werden»

Letzten Sonntag war Bundesliga-Auftakt in Diedenbergen. Für mich und den AC Landshut geht es erst am 6. Juni los.

Das gibt uns die Möglichkeit, die anderen Teams noch ein wenig zu analysieren und noch öfters das Paarfahren zu trainieren.

Von der Papierform her handelt man uns als Favorit – aber was wirklich zählt, ist die Teamleistung am Renntag – und das steht wieder auf einem anderen Blatt.

Zum Beispiel das Rennen Diedenbergen gegen Brokstedt. Auf dem Papier war für mich Diedenbergen so klar überlegen, dass das Rennen eigentlich gar nicht mehr hätte gefahren werden müssen. Sie haben dann zwar auch gewonnen – aber nur mit einem Vorsprung von fünf Punkten. Ausschlaggebend war wohl die Superleistung von Matten Kröger, und das schlechte Abschneiden von Thomas Stange. Ich war zwar leider nicht vor Ort, daher weiss ich nicht, was für die beiden Nuller von Stange verantwortlich war. Aber nach der Deutschen Meisterschaft letztes Jahr hätte ich ihm doppelt so viele Punkte zugetraut. Bei Matten genau umgekehrt. Ich kann ihn gut leiden, aber die elf Punkte hätte ich ihm nicht zugetraut – und schon geht ein Rennen (fast) anders aus als erwartet.

Dass man nun im System Mannschaft gegen Mannschaft fährt, wie in den führenden Speedway-Nationen, sehe ich positiv. Ich denke, wenn man wieder Anschluss an die Weltspitze finden will, muss man auch mit deren System klarkommen.

Natürlich kann man nicht erwarten, dass wir Fahrer von heute auf morgen das Paarfahren perfekt beherrschen – das ist eine Riesenumstellung, wenn man auf einmal nicht nur Gegner auf der Bahn hat. Man kann sich nicht nur auf sich selber konzentrieren, sondern muss auch gucken, was der Teamkollege treibt. So etwas braucht viel Zeit und auch etwas Erfahrung – und wenn sich die Partner nicht gegenseitig runterfahren, ist das schon einmal ein guter Anfang.

Grösster Kritikpunkt sind für mich die 14 Rennläufe – das sind einfach zu wenige! Da muss man unbedingt nachbessern, das ist für den Fan nicht zumutbar. So wie ich gehört habe, waren noch Rennläufe nach dem eigentlichen Ligarennen geplant – dies wurde aber irgendwann einfach vergessen oder jemand wollte das vergessen?! Für den Veranstalter ist der Aufwand nicht grösser, ob er 14 oder 18 Läufe durchzieht – aber der Fan bekäme 30 Prozent mehr Rennläufe zu sehen.

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