Tobias Kroner hängt den Bankanzug an den Nagel

Von Markus Strehle
Speedway
«Mein Fokus liegt auf und nicht abseits der Rennstrecke», sagt Tobias Kroner

«Mein Fokus liegt auf und nicht abseits der Rennstrecke», sagt Tobias Kroner

Nach abgeschlossener Ausbildung zum Bankkaufmann hängt Tobias Kroner ein dreijähriges Betriebswirtschafts-Studium an. Für Eurosport kommentiert er jetzt wöchentlich Speedway.

Vor drei Jahren entschied Tobias Kroner, sich nach fünf Jahren als Profi in der britischen, dänischen und polnischen Liga ein zweites Standbein neben dem aktiven Rennsport aufzubauen. Als Jahrgangsbester bestand er vor Kurzem erfolgreich seine Ausbildung zum Bankkaufmann, obwohl er dem Speedway-Sport nebenbei als erfolgreicher Rennfahrer treu blieb. So gelang es ihm beispielsweise 2012 den deutschen Meistertitel einzufahren und parallel für die Prüfungen zu pauken. «Es war eine harte Zeit und sehr aufwändig Sport und Beruf miteinander zu vereinbaren. Freizeit gab es nur sehr wenig, aber ich bin sehr froh, den Schritt getan zu haben.»

Trotz guter Möglichkeiten seine Bankkarriere fortzusetzen, hat sich Kroner entschieden, sich beruflich weiterzuentwickeln und wird ab August ein duales betriebswirtschaftliches Studium beginnen. «Es war eine tolle und lehrreiche Zeit bei der Bank, aber ich habe gemerkt, dass ich noch einmal etwas Neues ausprobieren möchte. Als das Angebot einer Elektrofirma in Cloppenburg kam, musste ich nicht lange überlegen», freut sich Kroner über diese Chance.

In wechselnden Praxis- und Theorieblöcken zu je drei Monaten und über insgesamt drei Jahre strebt Kroner einen betriebswirtschaftlichen Fachhochschulabschluss an. «Den Speedway-Sport möchte ich auch weiterhin auf diesem Niveau betreiben, sofern es mir im Rahmen meiner neuen Aufgaben möglich sein wird. Jedoch hat mir das Unternehmen signalisiert, mich dabei zu unterstützen.»

Wohl auch aufgrund seiner soliden Leistung im Speedway Best Pairs Cup in Landshut (Kroner holte einen Laufsieg gegen Lettland), wurde TV-Sender Eurosport auf Kroner aufmerksam. Seit zwei Wochen und bis zum Ende der Saison fungiert der 28-Jährige jeden Dienstagabend als TV-Experte und kommentiert zusammen mit Norbert Ockenga die schwedische Liga. «Es ist eine willkommene Abwechslung für mich, die schwedischen Events im TV zu begleiten und macht zudem riesen Spaß. Allerdings liegt mein Fokus weiterhin auf und nicht abseits der Rennstrecke.»

So bleibt Kroners Terminkalender nach wie vor gut gefüllt. Als nächstes großes Rennen steht am 7. Juni die WM-Quali im englischen Berwick an, bevor es tags darauf nach Norden geht, um den Titel des «Störtebekerpokal» zu verteidigen.

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