Quali Abensberg: Martin Smolinski verlor das Stechen

Von Ivo Schützbach
Speedway-WM
Martin Smolinski qualifizierte sich als Dritter der Qualirunde der Speedway-WM in Abensberg souverän für eines der Race-offs, Mathias Schultz ist Reserve. Der Schwede Thomas H. Jonasson war eine Klasse für sich.

Am Maximumsieg des Schweden Thomas Hjelm Jonasson gab es in der Qualifikationsrunde 3 der Speedway-Weltmeisterschaft im bayerischen Abensberg nichts zu rütteln.

Um Platz 2 mussten der Tscheche Vaclav Milik und Lokalmatador Martin Smolinski ein Stechen fahren, in dem Deutschlands Nummer 1 unterlag. «Ich wollte das Stechen gar nicht fahren, sondern zurückziehen», sagte der Bayer zu SPEEDWEEK.com. «Es war 35 Grad heiß, ich habe über den Tag 7 Liter Wasser getrunken und ich wusste, dass ich auf dem Podium stehe. Die Bahnverhältnisse waren sehr anspruchsvoll, eine leichte Unachtsamkeit und man schmiss das Moped weg.»  

Smolinski und Milik sprachen sich ab und fuhren vier Runden lang Wheelies, um den Fans einen schönen Rennabschluss zu bieten. «Ich wollte schon unterm Lauf meinen Smooo-Finger unter der Kombi herausziehen», schmunzelte Smolinski, «wartete dann aber doch bis zur Ehrenrunde. Den Fans wurde vorher gesagt, dass es in dem Lauf um nichts mehr geht. Milik bekam so 200 Euro mehr, die taten ihm gut. Er hatte eine weitere Anreise als ich.»

Mathias Schultz fehlte auf Platz 11 ein Punkt, sonst wäre der Schweriner statt des Engländers Daniel King weitergekommen. So ist er nur Reserve.

Bromberg-GP-Sieger Krzysztof Kasprzak trat nach Ausfällen in seinen ersten beiden Läufen nicht mehr an.

Die Top-10 qualifizierten sich für die beiden Race-offs am 21. Juni in Gorican/HR und Tschenstochau/PL. Von dort kommen jeweils die Top-6 weiter in den GP-Challenge, der am 20. September in Lonigo/I ausgetragen wird. Die Top-3 im Challenge fahren 2015 im Speedway-Grand-Prix.

Ergebnisse Speedway-WM-Quali Abensberg/D:

Qualifiziert für die Race-offs:
1. Thomas H. Jonasson (S), 15 Punkte
2. Vaclav Milik (CZ), 12+3
3. Martin Smolinski (D), 12+2
4. Mads Korneliussen (DK), 11
5. Mikkel Michelsen (DK), 11
6. Piotr Pawlicki (PL), 8
7. Oliver Berntzon (S), 8
8. Artem Laguta (RUS), 8
9. Ricky Wells (USA), 8
10. Daniel King (GB), 6

Reserve:
11. Mathias Schultz (D), 5

Ausgeschieden:
12. Renat Gafurov (RUS), 5
13. Richie Worrall (GB), 3
14. Michele Castagna (I), 3
15. Tobias Busch (D), 3
16. Adam Carada (SK), 1
17. Mathias Bartz (D), 1
18. Krzysztof Kasprzak (PL), 0

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