Alpe Adria Meisterschaft kommt Promoter abhanden

Von Helmut Ohner
Strassensport
Trotz des Ausstiegs des Promoters scheint die Alpe Adria International Motorcycle Championship gerettet

Trotz des Ausstiegs des Promoters scheint die Alpe Adria International Motorcycle Championship gerettet

Ende des vergangenen Jahres präsentierte die Alpe Adria Motorcycle Union mit der SH-Group einen neuen Promoter für ihre internationale Rundstreckenmeisterschaft. Jetzt mussten die Italiener das Handtuch werfen.

Fünf Jahre sollte Lutec Racing die Alpe Adria International Motorcycle Championship (AAIMC) ausrichten, doch bereits nach zwei Jahren löste das kroatische Unternehmen ohne auf die näheren Beweggründe einzugehen den Vertrag mit der Alpe Adria Motorcycle Union (AAMU). Als neuer Promotor wurde Ende November die SH-Group präsentiert.

Der Dreijahresvertrag wurde im Museum «Mille Miglia» in Brescia vom Präsidenten der AAMU, Attila Nagy, und dem Vorstandsvorsitzenden der SH-Gruppe, Bruno Sandrini, unterzeichnet. Den Ausschlag für das italienische Unternehmen gab nicht zuletzt deren 20-jährige Erfahrung im Bereich der Abwicklung für sportliche und nicht sportliche Veranstaltungen.

Insgesamt sollte es in den Kategorien European Superstock 1000 Cup, European Supersport 300 Cup, Supermono European Championship, Alpe Adria 600 Cup, Alpe Adria 1000 Cup, Superstock 600 und Superbike fünf Rennwochenende geben. Als Austragungsorte waren der Slovakia Ring, Poznań, der Pannonia Ring, Grobnik/Rijeka und Cremona vorgesehen.

Durch den Ausbruch der Covid 19-Pandemie und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen und Grenzschließungen innerhalb Europas waren alle Pläne über Nacht Makulatur. Die Rennen in der Slowakei und Polen wurden frühzeitig ersatzlos gestrichen und die Veranstaltung in Ungarn von Ende Juni auf Ende Juli verschoben.

Nicht einmal drei Wochen vor dem Start der Alpe Adria International Motorcycle Championship auf dem Pannonia Ring (24. – 26. Juli), in deren Rahmen auch die Rennen der österreichischen und Schweizer Meisterschaft ausgetragen werden, warf die SH-Group wegen der Unsicherheiten im Rahmen der COVID19-Pandemie das Handtuch.

Die AAMU versucht zurzeit mit Hochdruck, die geplanten Rennen trotz des überraschenden Ausstiegs des Promoters durchzuführen. Wie Robert Zikovic, der Präsident der AAMU-Präsidenten, in einer Aussendung bestätigte, sollen wie geplant drei Events durchgeführt werden. Als Sofortmaßnahme übernimmt die AAMU die Durchführung selbst.

Eine Durchführung des Saisonfinales in Cremona scheint wegen des späten Termins im Oktober als äußerst unwahrscheinlich. Das letzte Rennwochenende soll Mitte September auf dem Adria International Raceway, der von 2,7 auf 4 Kilometer Streckenlänge verlängert wird und sich aktuell im Umbau befindet, stattfinden.

Voraussichtlicher Terminkalender
24. – 26.07. Pannonia Ring (Ungarn)
04. – 06.09. Grobnik/Rijeka (Kroatien)
18. – 20.09. Adria International Raceway (Italien)

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