NW200: Alastair Seeley erfolgreicher als Joey und Robert Dunlop
Beim North West 200 ist Alastair Seeley das Maß aller Dinge. Er hat bisher mehr Siege als Robert und Joey Dunlop zusammen. Dieses Jahr könnte es für ihn bereits den 30. Sieg geben.
Unglaubliche 29-mal stand Alastair Seeley bisher beim North West 200 auf der obersten Stufe des Siegertreppchens und stellte damit sogar die legendäre Dunlop-Brüderpaar – Robert liegt mit 15 Siegen an der zweiten Stelle der ewigen Bestenliste und Joey hat es in seiner einzigartigen Karriere auf 13 NW200-Siege gebracht – klar in den Schatten. Vor allem in den Klassen Supersport (13) und Superstock (12) erwies sich der Nordire lange Zeit als nahezu unschlagbar.
Nachdem sich im letzten Jahr kein Team fand, das dem 46-jährigen Familienvater aus Carrickfergus für die Supersport-Kategorie ein erfolgsversprechendes Paket schnüren konnte, hat er heuer mit einer Ducati V2 vom Team «Binch Pro Racing Ducati supported by 3B Construction» ausgezeichnete Chancen, sein Erfolgskonto bei Nordirlands größter Freiluftveranstaltung, die alljährlich zigtausende Motorsportfans aus aller Welt anlockt, aufzustocken.
Seeley ist kein Unbekannter im Team von Binch Racing. 2024 belegte er mit der Mannschaft in der Britischen Supersport-Meisterschaft den sechsten Platz. Damals saß er allerdings nicht auf einer Ducati, sondern auf einer Yamaha R6. Die Beziehung setzte sich in der letzten Saison fort, als er als Mentor für die beiden jungen Fahrer des Teams, Joe Talbot und Oliver Barr, fungierte.
Operation am linken Ellbogen vor Weihnachten
Erst kürzlich musste sich der North-West-200-Rekordsieger einer Operation am Arm unterziehen. «Ich hatte ein Problem mit meinem linken Ellbogen, das mich schon eine ganze Weile behindert hat. Vor Weihnachten habe ich es mit einer Operation beheben lassen», erklärte er. «Jetzt bin ich aber wieder im Training und arbeite im Fitnessstudio und beim Offroad-Fahren an meiner Fitness.»
«Zum ersten Mal in meiner Karriere steht mir ein Trainingsmotorrad zur Verfügung», freut sich Seeley. «Damit werde ich in Bishopscourt und Kirkistown so oft wie möglich trainieren, um mich an die Ducati zu gewöhnen. Außerdem wird es in Spanien Tests vor der Saison geben und ich werde auch bei den offiziellen BSB-Tests dabei sein. Momentan fehlt mir noch die Zeit auf der Rennstrecke, daher muss ich aufholen und einige Kilometer zurücklegen.»
Obwohl er betont, dass beim North West 200 sein Hauptaugenmerk in diesem Jahr auf der Supersport-Klasse liegt, verriet Seeley, der im Vorjahr beim abschließenden Superbike-Rennen den dritten Rang hinter Davey Todd und Dean Harrison belegte, auch, dass derzeit vielversprechende Gespräche über einen möglichen Superstock-Einsatz mit einem anderen Team bei der diesjährigen Veranstaltung laufen.
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