SX1 Dortmund, Freitag: Gavin Faith überragend

Von Frank Quatember
ADAC Supercross Cup

Der Amerikaner Gavin Faith war beim Supercross in Dortmund am Freitag nicht zu schlagen. Doch Greg Aranda sicherte sich vorzeitig den Gesamterfolg in der ADAC-Serie.

In der nicht ausverkauften Westfalenhalle gab es bereits vor Beginn der Vorläufe den ersten Favoritensturz. Boris Maillard vom Team Pfeil Kawasaki scheiterte spektakulär am Dreier und zog sich beim Sturz einige schmerzhafte Verletzungen im Gesicht und Rippenbereich zu.

Kurz nach 20 Uhr gingen die SX-Profis nach einer originellen Eröffnungsshow in die ersten Rennen. Die drei Vorläufe brachten nichts Spannendes, alle Topfavoriten präsentierten sich nervenstark und fehlerfrei. Greg Aranda, Gavin Faith und Jace Owen zogen als Sieger direkt in die Halbfinales ein, ebenso der Deutsche Dennis Ullrich.

Das erste Halbfinale begann mit dem energischen Startsieg für Gavin Faith, der seine Chance auf den Erfolg in Dortmund unbedingt nutzen wollte. Im Lauf des Rennens schob sich zwar Aranda immer näher an das Hinterrad des Amerikaners, kam aber bis zum Ziel nicht mehr zum Passieren. Auf den Plätzen sortierten sich Jason Clermont und der starke Tscheche Filip Neugebauer ein.

Im zweiten Halbfinale setzte Dennis Ullrich wie so oft das Startgatter in Flammen, brachte seine Castrol-Suzuki unter dem Jubel des Dortmunder Publikums als Erster in die Startkurve. Einmal in Front, lieferte der Deutsche ein konstantes Rennen und blieb bis zum Zielsprung in Führung. Trotz durchwachsenem Start lieferte dahinter Jace Owen eine gute Show, schob sich Runde für Runde weiter nach vorn und schaffte in der letzten Kurve das Kunststück, den Franzosen Marvin Musquin zu passieren.

Showdown vor Mitternacht

23 Uhr war es Zeit für die Besten, ihre Kräfte im mit Spannung erwarteten Finale der SX1-Klasse zu messen. Der Start hatte es in sich, Dennis Ullrich hatte Probleme, den ersten Gang einzulegen, musste in der ersten Kurve zurückstecken und kam so bereits chancenlos aus der Startrunde.

Dagegen gelang Gavin Faith ein Bombenstart, gefolgt von den überraschend starken Ex-Teamkollegen Filip Neugebauer und Florent Richier. Aranda patzte am Gatter und musste eine Verfolgungsjagd starten, mittlerweile Routine für den Franzosen.

Innerhalb weniger Runden fuhr Aranda aus dem hinteren Teil des Feldes vor auf Rang 2, aber der Abstand zum Amerikaner Faith war zu groß, um in der verbleibenden Zeit noch einen ernsthaften Angriff zu starten. So sicherte er Platz 2 ab, der zum Gewinn des SX-Titels 2015 reichte. Spaßvogel Aranda sagte nach dem Finale: «Ich bin superglücklich. Ich hab es nicht gleich realisiert, dass es für den Titel reicht. Wie viel gibt es überhaupt dafür, ich glaube 100.000 Euro?»

Der Tagessieg ging an Gavin Faith, guter Dritter wurde sein Landsmann Jace Owen, der nach einem Fehler in der Startrunde chancenlos schien, aber mit einem großartigen Rennen vorbei an SX-Veteranen wie Neugebauer oder Richier noch das Tagespodium erreichte.

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