ADAC Supercross: Max Spies sensationeller SX-Cup-Dritter
Es geht aufwärts mit dem deutschen Supercross. Nach einer Durststrecke kommen wieder mehr und mehr gutklassige Fahrer. In der Top-Klasse SX1 schloss Maximilian Spies zur Spitze auf.
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Die zweite Supercross-Mini-Saison von Maximilian Spies ist Geschichte und war erfolgreicher als ursprünglich angenommen. Beim Saisonauftakt des ADAC SX Cup im November in Stuttgart machte sich der 21-Jährige aus Ortrand das Leben selbst schwer, indem er jeweils erst im Last-Chance-Heat die Tickets für die Finale löste, in selbigen aber mit zwei sauberen siebenten Plätzen überzeugte.
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Am vergangenen Wochenende rockte er, nur eine Woche nach seinem neuerlichen Auftritt bei der SuperEnduro-WM im sächsischen Riesa, beim 41. ADAC Supercross Dortmund nun auch die altehrwürdige Westfalenhalle. Und zwar am Freitag und am Samstag mit dem gleichen Spiel – erst kein direkter Einzug ins Finale, dann Sieg im LCQ und beim Kampf um die Meisterschaftspunkte schließlich jeweils Siebenter. Mit somit vier siebenten Tagesrängen sammelte «Spicy» 56 Zähler für die am Samstagabend abgeschlossene Cup-Wertung und schloss diese hinter dem Franzosen Cedric Soubeyras und dem Australier Luke Clout sensationell auf dem dritten Gesamtrang ab. Dazu sei zwar angemerkt, dass von den sechs Fahrern, die einen oder mehr Tages-Podestränge schafften, nur die beiden Erstplatzierten bei beiden Events am Start waren und dem Brandenburger seine Konstanz zu diesem Erfolg verhalf. Doch vor allem am Dortmunder Finaltag wurde offenkundig, dass dieser dritte Rang verdient war und er nun an den hiesigen Spitzenfahrern dran ist.
Abweichend zu den ersten beiden Abenden kam am Sonntag wieder das Triple-Crown-Format zur Anwendung. Für die Superpole direkt qualifiziert, musste er sich ums normale Zeittraining oder gar den letzten Hoffnungslauf keine Sorgen machen. Im ersten Heat wurde er Sechster und im zweiten landete er auf seinem scheinbaren Lieblingsplatz 7, beide mit weniger als zehn Sekunden Rückstand auf die Heat-Sieger Maxime Desprey aus Frankreich bzw. Luke Clout. Vor allem in Lauf 1 brannte er mit seiner rundenlangen Fahrt auf Platz 2 ein wahres Feuerwerk ab und bewies, dass er inzwischen den Speed von den deutlich erfahreneren Top-Piloten mitgehen kann. Da waren sein Crash und das Out in Heat 3 nicht viel mehr als ein Wermutstropfen.
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«Tja, wer hätte das gedacht. Supercross Dortmund, ich ohne Vorbereitung dahin und trotzdem habe ich meine Ziele erreicht. Ich hätte es, ehrlich gesagt, nicht gedacht, dass wir die Meisterschaft unter den ersten 3 beenden können. Das ist für mich ein riesen Schritt, in meiner noch jungen Supercross-Karriere. Das war erst mein viertes Supercross-Rennen auf dem Big Bike», begann der lange Rand-Lausitzer sein verdient überschwängliches Resümee gegenüber SPEEDWEEK.com.
Zu seiner offenkundigen Coolness und Nervenstärke fügte er an: «Wir waren in jedem Finale und ich habe auch in Dortmund jedes LCQ gewonnen, bei dem ich dabei war. Die Fans waren wieder atemberaubend und ich habe es genossen, da zu fahren. Jeder Tag wurde bei mir besser und ich hatte richtig geiles Racing auf der Strecke. Ich habe auch eine super Show abliefern dürfen, was mich sehr gefreut hat. Bis auf die zwei, drei Stürze übers Wochenende, lief alles ziemlich glatt.» Leider war der Abgang aus der Halle am späten Sonntagnachmittag infolge seines Sturzes im allerletzten Heat nicht der, den er sich gewünscht hatte. «Ich war richtig motiviert, noch einmal alles rauszuhauen, aber leider hat das Material nachgegeben. Mir hat es im Waschbrett ein paar Speichen aus dem Vorderrad rausgerissen, weswegen ich einen relativ großen Abflug hatte und mein Rennen beenden musste. Aber die Fans waren wieder da, haben mich supportet und mir als Sahnehäubchen Trost gespendet, als ich aus der Halle rausgefahren bin. Ich habe echt viel erlebt und bin meinem Team Becker Racing, der ganzen Crew und meinen Sponsoren Weber-Werke, usw. sehr, sehr dankbar. Ebenso möchte ich mich bei meinen Eltern, meiner Familie und meinen Freunden für die Unterstützung bedanken. Es war eine gelungene Indoor-Saison, jetzt schauen wir, wie es weitergeht.»
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