Sébastien Loeb beim Peugeot-Heimspiel auf dem Podium

Von Toni Hoffmann
Sébastien Loeb beim Heimspiel in Lohéac

Sébastien Loeb beim Heimspiel in Lohéac

Beim neunten Saisonlauf der Rallycross-Weltmeisterschaft im französischen Lohéac boten die Peugeot-Piloten Sébastien Loeb und Timmy Hansen den zahlreichen Fans beste Unterhaltung.

Sébastien Loeb holte mit Platz zwei im Finale den siebten Podestplatz des Jahres für den Peugeot 208 WRX. Fast 75.000 Zuschauer (bisheriger Saisonrekord) sahen, wie die beiden Peugeot erneut ihren Speed unter Beweis stellten. Nach der Bestzeit im Q2 führte Loeb am Samstag die Zwischenwertung an. Mit 39,095 Sekunden stellte er auf dem französischen Kurs zudem einen neuen Rundenrekord auf. Am Sonntag ließ er sich nicht vom starken Regen aus der Ruhe bringen und wurde sowohl im Halbfinale als auch im Finale Zweiter.

Timmy Hansen belegte im Qualifying den vierten Rang und gewann danach sein Halbfinale, in dem alle drei Fahrzeuge des Team Peugeot Hansen antraten. Getriebeprobleme verhinderten im Finale eine weitere gute Platzierung.

Kevin Hansen zeigte im 2016er-Peugeot trotz der schwierigen Bedingungen erneut eine gute Leistung. Er war Schnellster in seinem Lauf im Q2 und belegte im Zeittraining in der Gesamtwertung einen sechsten und zwei siebte Plätze. Dies sicherte ihm einen Platz im Halbfinale neben seinen Teamkollegen. Dank der von Sébastien Loeb und Timmy Hansen eingefahrenen Punkte hat das Team Peugeot Hansen seinen zweiten Platz in der Teamwertung weiter gefestigt und den Vorsprung auf das drittplatzierte Team EKS um 15 weitere Punkte ausgebaut.

Kenneth Hansen (Teamchef): «Das war ein starkes Wochenende für uns. Wir hatten uns gut vorbereitet, da wir siegen wollten. Wir waren sehr wettbewerbsfähig. Der Regen am Sonntag war eine große Herausforderung, aber wir haben dank eines guten Teamworks ein weiteres Top-drei-Ergebnis eingefahren. Damit können wir zufrieden sein, auch wenn wir zwischenzeitlich dachten, dass ein Sieg möglich ist.»

Sébastien Loeb: «Ich war Zweiter im Qualifying, Zweiter in meinem Halbfinale und Zweiter im Finale. Das sind sehr viele zweite Plätze, nun muss das Ziel sein, noch eine Position besser zu werden. Es war dennoch ein gutes Wochenende, und wir haben viele Punkte gesammelt – etwas, das in einem Sport, in dem so viel Unvorhersehbares passieren kann, immer wertgeschätzt werden muss. Vor heimischem Publikum zu starten setzt einen unter Druck. Ich wollte den mehr als 70.000 Fans, von denen viele gekommen waren, um mich anzufeuern, eine gute Show bieten. Das war toll und ich wollte ihnen etwas zurückgeben. Ich habe mich gegenüber Lohéac 2016 um einen Rang verbessert. Im kommenden Jahr soll es dann noch besser laufen.»

Timmy Hansen: «Ich war sehr zufrieden mit meinem Sieg im Halbfinale. Ich hatte einen guten Rhythmus, und als Sébastien nach meiner Joker-Lap einen kleinen Fehler gemacht hat, konnte ich in Führung gehen, ohne unnötiges Risiko eingehen zu müssen. Ich war fest entschlossen, auch das Finale zu gewinnen. Beim Start habe ich etwas probiert und habe fast den Motor abgewürgt. Dennoch war ich nach der ersten Kurve Zweiter. Ich hatte einen guten Speed, auch wenn ich Johan Kristoffersson nicht folgen konnte. Ich habe anschließend einen Fehler gemacht, und dann hatte ich einen Getriebeschaden.»

Kevin Hansen: «Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, in Lohéac zu starten. Mein Wochenende hat nicht gut begonnen, aber wir haben gut reagiert und eine passende Fahrzeugabstimmung gefunden. Die Belohnung waren drei Platzierungen unter den ersten sieben im Qualifying. Das hat meinem Selbstbewusstsein sehr gutgetan und gezeigt, dass ich mit den Schnellsten mithalten kann. Ich wurde von zwei Fahrern im Halbfinale getroffen und erlitt einen Reifenschaden, wodurch ich keine Chance hatte, das Finale zu erreichen. Das war schade, denn ein Platz unter den besten sechs wäre durchaus möglich gewesen.»

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