24h Le Mans: Kein Bier mehr in Le Mans

Von Oliver Runschke
24h Le Mans
Aufruhe bei durstigen Fans, ein Lego-Porsche, Le-Mans-Comeback von Ford und der traurige Abschied von einem guten Freund. Notizen von den 24h von Le Mans.

Ein Platz im Pressesaal von Le Mans bleibt an diesem Wochenende frei: Der des Photographen David Stephens. Der Engländer verstarb am vergangenen Samstag überraschend im Alter von erst 54 Jahren. Der lebensfrohe und beliebte Stephens lebte für den Motorsport und war ein Sportwagen-Enthuasist sondergleichen. Stephans fotografierte auch für Speedweek.com, an seinen Arbeitsplatz im Pressesaal von Le Mans haben Kollegen Blumen niedergelegt.

Fans sind auf den Campingplätzen in heller Aufruhr. Offenbar ist es in diesem Jahr verboten selbst mitgebrachte Getränke mit auf das Rennstreckengelände zu nehmen. Beim Verlassen des Campingplatzes hinderte die Security Fans bei Taschenkontrollen wiederholt daran Dosen mit (alkoholischen) Getränken mit an die Rennstrecke zu nehmen. Verdurstet sind die deutschen Fans glücklicherweise nicht: Nicht jeder Security-Mitarbeiter setzt die Regen mit gleicher Härte durch.

Ford wird am Freitagnachmittag um 15:00 Uhr sein Le-Mans-Comeback mit der neusten Generation des GT verkünden. Die Pressekonferenz wird live im Netz unter http://bit.ly/FordPerformanceSpecialEvent übertragen. Ford hat direkt an der Ford-Kurve eine Hospitality aufgebaut, die bis Mittwoch noch als Gebäude des ACO getarnt war.

Das Riesenrad und der Jahrmarkt in Le Mans haben einen neuen Standort. Von der Ford-Kurve auf der Außenseite der Strecke ist das Riesenrad nun nach Innen gerückt und wurde im Bereich Karting aufgebaut. Am bisherigen Standort hat Porsche mittlerweile sein Experience Center gebaut.

Lego-Porsche: Im Village oberhalb des Fahrerlager hat Porsche bei seinem Merchandisingstand einen Blickfang aufgebaut: Ein Porsche 911 RSR, der zur Hälfte aus Legosteinen besteht.

Ligier steigt in die in diesem Jahr eingeführte LMP3-Klasse ein. Am Donnerstag hat Ligier den JS P3 in Le Mans vorgestellt, der optische Anleihen am LMP2-Ligier nimmt. Die Test- und Entwicklungsarbeit mit Testfahrer Olivier Pla startet nach Le Mans.

Der Rücktritt von Tom Kristensen sorgt auch für einen starken Rückgang von Fans aus Dänemark. Bis zu 40.000 Dänen reisten in den vergangenen Jahren nach Le Mans, nun soll der Buchungsrückgang bei rund einem Drittel liegen.

Tradition: Anfang der Woche haben die Vorjahressieger André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Treluyer bereits einen Termin in der Fußgängerzone von Le Mans ihren Handabdruck hinterlassen.

Ehre für Kristensen: Neben den neun Handabdrücken von Tom Kristensen für seine neun Le-Mans-Siege am Boden der Fußgängerzone von Le Mans, wird dort nun auch eine Bronzeplatte mit den Hand- und Fußabdrücken von Kristensen in den Boden eingelassen. Ein Ehre, bisher nur wenigen Fahrer widerfahren ist. Die Bronzeplatte enthüllte Kristensen am Donnerstag im Museum von Le Mans. «Ich dachte, die wird erst noch angefertigt, aber meine Hand- und Fußabdrücke sind schon drauf. Dabei habe ich gestern extra in Le Mans ein Nagelstudio gesucht, damit meine Füße vernünftig aussehen.»

Die Ligier-Honda von ESM starten an diesem Wochenende aufgrund des Alkoholwerbeverbotes in Frankreich nicht im gewohnten Look, sondern mit Schriftzügen des Musikmagazins Rolling Stone. In der aktuellen US-Ausgabe des Rolling Stone sind die beiden Ligier LMP2 auf dem Titel abgebildet.

Auch Le-Mans-Legende Henri Pescarolo ist wieder in Le Mans. Der Franzose arbeitet für Eurosport Frankreich.

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