Nach seinem Wechsel auf Boscoscuro: Aron Canet noch im Niemandsland
Aron Canet wechselte für die Moto2-Saison 2026 ins Team Marc VDS auf ein Boscoscuro-Chassis. In Thailand tat sich der Spanier noch schwer. Weshalb er für den Brasilien-GP dennoch zuversichtlich ist.
Seit 2016 tritt Aron Canet in der Motorrad-Weltmeisterschaft an, seit der Saison 2020 fährt er in der Moto2-Kategorie. Der Spanier zählt seit Jahren zu den Top-Fahrern und hat bislang elf Siege und 40 weitere Podestplätze erzielt. WM-Titel konnte Canet jedoch noch keinen einfahren. Seinem großen Ziel am nächsten kam er in der Saison 2024, als er hinter dem Japaner Ai Ogura Vizeweltmeister wurde.
2025 war Canet dann der Top-Favorit auf den Titel. Doch es waren andere, die letztes Jahr in der Moto2-WM für Furore sorgten. Diogo Moreira wurde vor Manuel Gonzalez Weltmeister, Canet musste sich mit WM-Rang 4 begnügen.
Für die Saison 2026 wechselte Aron Canet vom Team Fantic zu Marc VDS – und: von Kalex auf Boscoscuro. Bereits in der Vorsaison hatte sich abgezeichnet, dass ihm die Umstellung auf das neue Motorrad nicht leicht fällt. Beim ersten Rennwochenende in Thailand setzte sich dies fort.
Im Qualifying reichte es für den erfolgsverwöhnten Fahrer aus Corbera nur für Startplatz 15. Immerhin konnte er sich in den ersten Runden des Chaosrennens – bis zum Abbruch – auf Position 11 nach vorne kämpfen, sodass er bei beiden Neustarts eine bessere Ausgangslage hatte. Weiter ging es für den 26-Jährigen im auf sieben Runden verkürzten Rennen aber nicht nach vorne. Zum einen hatte er sein Reifenkontingent ausgeschöpft, weshalb er keinen frischen Reifen mehr zur Verfügung hatte, zum anderen streikte auch noch seine Hinterradbremse.
Reifenkontingent aufgebraucht, defekte Hinterradbremse
«Es lief gut! Das Wochenende war insgesamt positiv. Wir haben uns verbessert und in Thailand viel über das Motorrad gelernt. Ich denke, wir haben jetzt ein viel besseres Paket für das nächste Rennen in Brasilien», war Canet dennoch nicht ganz unzufrieden. Zu seinem schwierigen Rennen meinte er: «Das Problem während des Rennens war, dass wir keine neuen Reifen für den Neustart hatten, da wir nur einen Satz aufgehoben hatten. Aber so ist das im Rennsport, und manchmal kann so etwas passieren. Außerdem war der hintere Bremshebel ab der dritten Runde kaputt. Das machte das Fahren wirklich sehr, sehr schwierig. Aber am Ende haben wir einige gute Punkte geholt. Mal sehen, wie es von hier aus weitergeht, aber ich fühle mich auf jeden Fall besser und zuversichtlicher als zuvor.»
Aron Canet blickt somit positiv nach vorne. Beim Brasilien-GP muss ihm ein deutlicher Schritt gelingen, will er in dieser Saison um den WM-Titel mitreden. Dass die Boscoscuro ein konkurrenzfähiges Motorrad ist, haben andere Fahrer in Thailand bewiesen – allen voran Izan Guevara, der hinter Intact-Pilot Gonzalez Zweiter wurde.
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