24h Nürburgring: Audi holt zweiten Gesamtsieg

Von Oliver Runschke
24h Nürburgring
Phoenix Racing hat mit dem Audi R8 LMS ultra und Christopher Haase, Chris Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit neuem Distanzrekord gewonnen.

Eine Woche nach dem Sieg bei den 24h von Le Mans geht auch der Sieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring an Audi. Christopher Haase, Christian Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock sorgten in einem spannenden und hart umkämpften Rennen für den zweiten Gesamtsieg eines Audi R8 LMS ultra nach 2012 und stellten bei der 42. Ausgabe des Rennens einen neuen Distanzrekord (159 Runden) auf. Für Phoenix Racing von Ernst Moser war es nach 2000 (Porsche), 2003 (Opel) und 2012 der vierte Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen. Haase und Winkelhock waren bereits Teil des Audi-Siegerteams 2012 und sind nun zweifache Sieger auf der Nordschleife. Auf den Plätzen zwei und drei landeten zwei Mercedes SLS AMG von Black Falcon (#1, Bleekemolen/Simonsen/Arnold/Menzel) und Rowe Racing (#22, Hohenadel/Bastian/Engel/Zehe).

Der #4 Phoenix-Audi von Haase/Mamerow/Rast/Winkelhock übernahm in der dritten Rennstunde erstmals die Führung, bis zum Sonntagmorgen lieferte sich das Phoenix-Quartett einen packenden, ausgeglichen und offenen Kampf mit den beiden Mercedes SLS AMG von Black Falcon und dem #20 Schubert-BMW Z4 GT3 von Klingmann/Baumann/Hürtgen/Tomczyk um die Führung.

Vorentscheidung am Sonntagvormittag

Am frühen Morgen kämpften #4 Audi und #1 Mercedes über zwei Stints Rad-an-Rad um die Führung, bis der R8 LMS ultra zur Attacke ansetzte und einen Vorsprung von knapp drei Minuten auf den #1 Black Falcon-Mercedes herausfahren konnte, der bis zum Rennende hielt Bleekemolen/Simonsen/Menzel/Arnold vermochten eine Serie von bis zu zwölf Sekunden schnelleren Zeiten des Audi nicht zu kontern und belegten am Ende Rang zwei.

Phoenix Racing kämpfte ab der zweiten Rennstunde mit halber Kraft um den Sieg, das Schwesterauto des Sieger-R8 mitBasseng/Fässler/Stippler/Vanthoor schied nach einem Abflug von Basseng nach einem Reifenschaden aus. Dadurch zerplatzte auch der Traum von Marcel Fässler, als erster Fahrer in einem Jahr die 24-Stunden-Rennen von Le Mans und auf dem Nürburgring zu gewinnen.

Die Hoffnungen des #22 Rowe-SLS AMG auf einen Sieg verflogen am frühen Sonntagmorgen, als der Flügeltürer eine 3:32 Zeitstrafe nach Missachten von gelben Flaggen absitzen mussten. Auch Rowe hatten nach der zweiten Stunde nur noch ein Eisen im Feuer. In der Startphase fuhr ein BMW M235i Thomas Jäger auf das Heck, durch eine Not-Reparatur fiel die #23 von Jäger/Graf/Seyffarth/Göransson erst zurück und schliesslich in der 23. Rennstunde auf Rang sieben liegend aus.

Porsche muss sich mit Platz vier zufrieden geben

Einen schweren Stand hatten die Porsche-Kundenteams mit dem 911 GT3 R in diesem Jahr, nachdem sich Porsche einen werksunterstützten Einsatz sparte. Henzler/Ragginger/Imperatori/Dumbreck brachten den #44 Falken-Porsche nach fehlerloser und nahezu problemloser Fahrt auf Rang vier ins Ziel. Ohne eine kurze Reparatur an der Radaufhängung am Sonntagvormittag wäre für den türkis-farbenen Elfer noch ein Podiumsplatz drin gewesen.

Unfälle und Defekte setzten Top-BMW ausser Gefecht

BMW erlebte ein Debakel: Keiner der insgesamt vier werksunterstützten Z4 GT3 von Schubert und MarcVDS kam ungeschoren über die Distanz. Die beiden MarcVDS-BMW von Martin/Wittmann/Müller/Alzen (#25) und Leinders/Catsburg/Palttala/Adorf (#26) schieden nach Unfällen am frühen Sonntagmorgen aus.
Beide Schubert-BMW litten unter Defekten an den vorderen Radaufhängungen. Die #19 von Luhr/Müller/Werner/Sims warf das schon in den ersten Stunden aus dem Rennen, das Schwesterauto mit der #20 von Klingmann/Baumann/Hürtgen/Tomczyk verlor dadurch zwei Stunden vor dem Rennende einen möglichen dritten Platz und beendete das Rennen auf Rang sechs.

Aston Martin blieb in diesem Jahr blass, Stefan Mücke, Darren Turner und Pedro Lamy fuhren ein unauffälliges Rennen und wurden Fünfte im #007 Aston Martin V12 Vantage GT3

Eine sensationelle Leistung schaffte Stratosphärenspringer Felix Baumgartner: Im Quartett mit den Le-Mans-Siegern Frank Biela und Marco Werner sowie Pierre Kaffer fuhr Baumgartner im #502 Audi R8 LMS ultra auf einem starken neunten Platz.

Nicht von Erfolg gekrönt war der erste Werkseinsatz von Nissan mit dem GT-R. Heidfeld/Buncombe/Ordonez/Strauss kamen nach einem langen Reparaturstopp nach einem Austritt von Heidfeld auf Rang 26 ins Ziel. Krumm/Takata/Hoshino/Chiyo schieden im zweiten GT-R nach einem Unfall aus.
Die beiden Dörr-McLaren schieden nach Unfall (Estre/Kox/Mullen/Bert) und technischem Defekt (Adams/Klasen/Asch/Parente) aus.

Top-Zehn 24-Stunden Nürburgring

1. Haase/Mamerow/Rast/Winkelhock (#4 Phoenix-Audi R8 LMS ultra) 

2. Bleekemolen/Simonsen/Menzel/Arnold (#1 Black Falcon-Mercedes SLS AMG GT3)
3. Zehe/Hohenadel/Bastian/Engel (#22 Rowe-Mercedes SLS AMG GT3)
4. Henzler/Ragginger/Dumbreck/Imperatori (#44 Falken-Porsche 911 GT3 R)
5. Mücke/Turner/Lamy (#007 Aston Martin Vantage GT3)
6. Klingmann/Baumann/Hürtgen/Tomczyk (#20 Schubert-BMW Z4 GT3)
7. Götz/Primat/Heyer/Rehfeld (#15 HTP-Mercedes SLS AMG GT3)
8. Stuck/Sandritter/Brück/Rostek (#28 Walkenhorst-BMW Z4 GT3)
9. Baumgartner/Biela/Werner/Kaffer (#502 Audi race experience-Audi R8 LMS ultra)
10. Busch/Busch/Lauck/Landmann (#16 Busch-Audi R8 LMS ultra)

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